Ärztekammer ruft "dringend" zur Zecken-Impfung auf

Heuer erkrankten bereits 84 Menschen in Österreich nach Zecken-Stichen an FSME, mindestens drei starben an den Folgen.

Zecke
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dpa/Patrick Pleul

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) warnt vor den Folgen von Zecken-Stichen. Schon mindestens 84 Menschen sind heuer in Österreich nach Zecken-Stichen an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkrankt, zumindest drei davon sind an den Folgen der Infektion gestorben. Es sei eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an FSME-Fällen, heißt es in einer Aussendung. Bereits im Juni hatten Forscher vor einem Rekordd-Zecken-Jahr gewarnt. Die Ärztekammer appelliert daher an alle in Österreich lebenden Menschen, "sich gegen diese gefährliche und unheilbare Erkrankung impfen zu lassen."

"FSME ist eine schwere Erkrankung, die wir bis dato nicht heilen können und die bis zum Tod führen kann", betonte der Leiter des ÖÄK-Impfreferats,  Rudolf Schmitzberger. Diese Gefahr ließe sich mit einer korrekten FSME-Impfung komplett vermeiden, sagte Schmitzberger. "Jeder sollte für sich und insbesondere für seine Kinder diese Möglichkeit nutzen und kein unnötiges Risiko eingehen."

Auch jetzt im Sommer sei es noch nicht zu spät für die Impfung: Die Saison dauere infolge der Klimaerwärmung mittlerweile bis weit in den Herbst hinein. Die Impfempfehlung gelte für ganz Österreich, sagte die ÖAK. Schmitzberger appellierte an die Ärzte die Impfung allen Patienten ans Herz zu legen, auch solchen, die sich nur temporär in Österreich aufhalten wie z.B. Austausch-Studenten, ausländischen Arbeitskräften, Asylwerbern oder auch Touristen.

Erwachsene: Alle fünf Jahre auffrischen

Der Österreichische Impfplan empfiehlt die Impfung für alle Menschen ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Im Einzel- und Ausnahmefall kann die Impfung auch schon ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat verabreicht werden. Für Kinder gibt es einen eigenen Impfstoff, der als gut verträglich gilt.

Generell besteht die Impfung aus einer dreiteiligen Grundimmunisierung (ein- bis mehrmonatige Intervalle) und laufenden Auffrischungsimpfungen: die erste nach drei Jahren, dann alle fünf Jahre. Ab dem 60. Lebensjahr ist eine Auffrischung alle drei Jahre empfohlen, da das Immunsystem mit zunehmendem Alter weniger schnell reagiert.

(APA)

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