Tropennächte, Hitzerekorde und Waldbrände

In Wien wurde mit 18 Tropennächten in Folge ein neuer Rekord aufgestellt, in Portugal nach einer Woche endlich ein Waldbrand gelöscht.

In Shanghai hat sich eine bekannte Einkaufsstraße zur Freiluftschlafstätte zahlreicher Einheimischer entwickelt.
In Shanghai hat sich eine bekannte Einkaufsstraße zur Freiluftschlafstätte zahlreicher Einheimischer entwickelt.
In Shanghai hat sich eine bekannte Einkaufsstraße zur Freiluftschlafstätte zahlreicher Einheimischer entwickelt. – (c) APA/AFP/JOHANNES EISELE

Wien. Überraschung ist es für Wiener keine, ein neuer Rekord allemal: 18 Tropennächte (mehr als 20 Grad) in Folge verzeichnete die Wiener Innenstadt am Freitag. Somit wurde der Österreich-Rekord von 17 Tropennächten in Folge aus dem Jahr 1994 gebrochen. 24,2 Grad wurden in der Nacht auf Freitag in der Wiener Innenstadt gemessen.

Aber nicht nur in der Bundeshauptstadt sanken die Temperaturen auch nachts (zu) wenig. An 52 Messstellen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wurden Tropennächte gemessen. Der (vorläufige) Hitzerekord des heurigen Jahres wurde übrigens (tagsüber) am Donnerstag im oberösterreichischen Enns mit 37,3 Grad gemessen.

 

Freiluftschlafsaal in Shanghai

Ganz so schlimm wie in Shanghai dürfte es in Wien aber nicht sein. Dort hat sich nämlich eine bekannte Einkaufsstraße zur Freiluftschlafstätte zahlreicher Einheimischer entwickelt. Da es in den alten Wohnhäusern schlicht zu heiß ist und es kaum Klimaanlagen gibt, schlafen zahlreiche Menschen auf Parkbänken oder gar auf dem Boden. Ein Pressefotograf der Agentur AFP hat in einer Nacht hundert Schläfer, auch Frauen und Kinder, auf der Straße gezählt, ausgerüstet mit einer Flasche Wasser und einer Box mit gefüllten Teigtaschen für das Frühstück.

In Portugal, wo vergangene Woche Temperaturen über 40 Grad gemessen wurden, wurde hingegen endlich ein Waldbrand in der Algarve unter Kontrolle gebracht. Ausgebrochen ist der Brand bereits vor einer Woche im Hinterland der Algarveküste. Für die Einsatzkräfte bestehe aber weiterhin höchste Alarmbereitschaft, aufgrund der Hitze und der niedrigen Luftfeuchtigkeit könne der Waldbrand jederzeit wieder aufflammen. Während des einwöchigen Brandes wurden 41 Menschen, darunter 22 Feuerwehrleute, verletzt, rund 27.000 Hektar Wald gingen in Flammen auf. (red./APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2018)

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