Test: Tauernautobahn verzichtet auf Blockabfertigung

Am heutigen und kommenden Samstag wird es auf der A10 in Salzburg auch bei hohem Verkehrsaufkommen keine Blockabfertigung geben.

Cars are stuck in traffic on the A10 motorway between Salzburg and Villach.
Cars are stuck in traffic on the A10 motorway between Salzburg and Villach.
REUTERS

Am heutigen und kommenden Samstag gibt es auf der A10 in Salzburg eine spezielle Form der Verkehrsführung. Testweise wird es auf der Tauernautobahn auch bei hohem Verkehrsaufkommen keine Blockabfertigung geben. Das berichtet "ORF.at".  Statt den Verkehr wie gewohnt vor den Autobahntunneln bei Werfen (Pongau) blockweise anzuhalten, wird der Reiseverkehr an diesem Wochenende ohne Blockabfertigung bis in den Lungau zur Mautstation weitergeleitet. So will man die Anrainergemeinden vom Umgehungsverkehr entlasten.

Das Testergebnis soll im Herbst evaluiert werden. Danach wird entschieden, ob in den kommenden Jahren an verkehrsreichen Tagen auf die Blockabfertigung verzichtet wird.

Das Ziel sei, den Stau vor der Mautstelle in St. Michael im Lungau zu konzentrieren, erklärte Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) bei der Präsentation der Maßnahmen Ende Juli.

Schnöll beruft sich auf eine Studie, die von der Asfinag im Jahr 2017 in Auftrag gegeben wurde. Demnach haben die Blockabfertigungen der Vorjahre in Golling (Tennengau), Flachau und Flachauwinkl (Pongau) nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Die Studie habe ergeben, dass ein besserer Verkehrsfluss möglich sei, wenn sich der Stau verlagert und die Fahrzeuge kontinuierlich zur Mautstelle kommen, "was Zeit spart".

"Es gibt nur ein Stauende anstatt vier"

Schnöll: "Die Vorteile liegen auf der Hand: Es gibt nur ein Stauende anstatt vier, und es kann dadurch der Ausweichverkehr auf die Landesstraßen vermieden werden. Das entlastet den Verkehr durch unsere Gemeinden." Verkehrssicherheit und hindernisfreie Verkehrswege seien Voraussetzungen "für ungetrübte Urlaubsfreude schon bei der Anreise".

Bei einem Verzicht auf die Blockabfertigung hätten die Lenker weniger Schwierigkeiten beim Einreihen vor den Mauthäuschen, wenn sie den anderen hinterherfahren. Nähern sich die Fahrzeuge hingegen blockweise der Mautstelle, gebe es mehr Unsicherheiten, für welche Spur man sich entscheiden soll. "Damit geht Fließzeit verloren", erläuterte ein Sprecher von Schnöll auf Anfrage. Der verkehrsreichste Tag war im Vorjahr der 12. August: Im Bereich Eben im Pongau wurden 45.000 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden gezählt.

 

Studie der Asfinag

Die Studie vom Ingenieurbüro für Verkehrswesen unter der Federführung von Michael Hochkofler untersuchte den Verkehrsfluss auf der Autobahn vom Walserberg bis zur Mautstelle St. Michael auf beiden Richtungsfahrbahnen von 00.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Die Stausimulation wurde laut Büro Schnöll im Sommer 2017 vom Studienverfasser durchgeführt.

>>> Bericht auf "ORF.at"

(Red./APA)

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