Neonazis: Österreich als "Hoffnungsland"

Der Kontakt der heimischen rechten Szene mit Ostdeutschland ist eng: Österreicher waren in Chemnitz beteiligt - und deutsche Neonazis zieht es nach Oberösterreich.

Bei den rechten  Kundgebungen in Chemnitz, bei denen teils extreme Rechte bis Neonazis  aufmarschiert sind, waren prominente Vertreter der österreichischen Rechten dabei.
Bei den rechten  Kundgebungen in Chemnitz, bei denen teils extreme Rechte bis Neonazis  aufmarschiert sind, waren prominente Vertreter der österreichischen Rechten dabei.
Bei den rechten Kundgebungen in Chemnitz, bei denen teils extreme Rechte bis Neonazis aufmarschiert sind, waren prominente Vertreter der österreichischen Rechten dabei. – (c) REUTERS (HANNIBAL HANSCHKE)

Die Bilder sind um die Welt gegangen: Ein rechtsradikaler Aufmarsch, offen gezeigte Nazi-Insignien, Hitlergrüße, schwarz Vermummte, die skandieren, sie seien „Adolf-Hitler-Hooligans“. Die Videos aus Chemnitz haben für Entsetzen gesorgt – und zur Frage geführt: Kann das auch in Österreich passieren? Wie eng sind die Bande zwischen Ostdeutschland und Österreich, welche heimischen Rechten waren an den Aktionen in Chemnitz beteiligt, die zunächst Trauermärsche für einen offenbar von Migranten ermordeten Mann sein sollten, dann zu Märschen radikaler Rechter wurden?

Zunächst: Nein, die Situation in Chemnitz, das rechtsradikale Potenzial in Teilen Ostdeutschlands, lässt sich mit dem in Österreich nicht vergleichen. Ob sich so schnell eine Art Mob zusammenfinden würde, darüber sind sich Kenner der Szene aber uneins. In der Form wie in Chemnitz wohl nicht – wenn, dann eventuell in Linz. Und mit grenzüberschreitender Unterstützung aus Deutschland – wie sie aus Österreich nach Chemnitz kam.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2018)

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