Kulinarisches Österreich

Traditionelles aus Österreichs. Was wir trinken und essen.

Der TAFELSPITZ und die Wiener Rindfleischküche

Die Tradition der Wiener Rindfleischküche hat auch pragmatische Gründe. Wien setzte schon im 15. Jahrhundert bei der Fleischversorgung auf ungarische, galizische und deutsche Rinder, da diese den langen Marsch überstanden. Erfunden soll den Tafelspitz Anna Sacher haben, allerdings nicht für Kaiser Franz Joseph I., sondern für seine hungrigen Militärs, die bei ihr einkehrten.

Vom GEFRORENEN im Limonadenzelt zum Eis

Lang war Gefrorenes der Luxus adeliger Kinder, der in Limonadezelten verkauft wurde. Erst als im Lauf des 19. Jahrhunderts der teure Rohrzucker durch Rübenzucker ersetzt werden konnte, wurde es erschwinglicher. Heute noch hat Österreich die höchste Dichte an Eissalons in Europa.

SALZBURGER NOCKERLN und eine fruchtbare Liaison

Die Franzosen haben ihre Patisserie, die Österreicher hingegen (neben der Sachertorte) ihre Mehlspeisen, wie Strudel, Kaiserschmarrn, Palatschinken oder Salzburger Nockerln. Der Legende nach soll sie die Lebensgefährtin des Salzburger Fürst-Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau im 16. Jahrhundert erfunden haben – und die beiden sollen 15 Kinder gehabt haben.

Wie der GEMISCHTE SATZ den Veltliner überholt

Früher war der Gemischte Satz Usus, immerhin ist sortenreiner Weinbau eine junge Erfindung. Eine Zeit lang galt er als minderwertiger Wein, bis ihn kurz nach der Jahrtausendwende die Wiener Winzer für sich entdeckten. Heute zählt der Wiener Gemischte Satz zu den berühmtesten Weinen des Landes – und soll teilweise den Grünen Veltliner überholt haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2018)

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