Nach US-Tweet: Kurze Verwirrung um Terroralarm

Die US-Botschaft warnt ihrer Bürger in Österreich – aber nur aus Routine. Konkrete Informationen über Bedrohungen gibt es nämlich nicht.

Archivbild: Die US-Botschaft in Wien
Archivbild: Die US-Botschaft in Wien
Archivbild: Die US-Botschaft in Wien – (c) REUTERS (Heinz-Peter Bader)

Die vorweihnachtlichen Lichter des Wiener Rathausplatzes, davor martialisch vermummte Spezial-Polizisten, schwer bewaffnet – als Fotomontage – und Schlagzeilen von einer Terrorwarnung der US-Botschaft für Wien zur Weihnachtszeit. Ein Tweet der US-Botschaft in Wien zur aktuellen Sicherheitslage, vor allem an den vorweihnachtlich stark frequentierten Orten wie den Christkindlmärkten, hat am Dienstag kurz für Aufregung gesorgt, vor allem in den Boulevardmedien und im Internet.
Hat sich die Gefahrenlage verschärft? Wissen die Amerikaner mehr? Werden US-Bürger vor Österreich gewarnt, während heimische Behörden Christkindlmarktbesucher im Ungewissen lassen?

Eher nicht. An der Gefahrenlage hat sich, soweit bekannt, nichts verändert. Den US-Behörden würden „keinerlei konkrete und zuverlässige Informationen“ über mögliche terroristische Bedrohungen in Österreich vorliegen, versicherte Botschafter Trevor D. Traina am Dienstag. Die Botschaft hatte eine Mittelung auf Twitter verbreitet, in der von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in Österreich während der kommenden Feiertage die Rede war, „da extremistische und terroristische Bedrohungen“ in ganz Europa (. . .) weiter bestehen würden.

Routinemäßige Warnung für Europa

Botschafter Traina verweist darauf, dass das US-State Department routinemäßig Sicherheitswarnungen während der Feiertage für alle Länder Europas, einschließlich Österreichs, veröffentliche. Das solle zur Wachsamkeit aufrufen – konkrete Informationen über Bedrohungen gebe es nicht.

(Red.)

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