Betreuungsfirma weist Verantwortung für leeres Flüchtlingsheim von sich

"Alles", was die ORS getan habe, geschah "im Auftrag des Innenministeriums", sagte der Geschäftsführer der Betreuungsfirma - so auch der 15-jährige Kündigungsverzicht für das Flüchtlingsheim am Semmering. Vizekanzler Strache betonte sein "völliges Unverständnis" für den Vertrag.

Die Betreuungsfirma ORS Service GmbH hat am Dienstag die Verantwortung dafür zurückgewiesen, dass die in Steinhaus am Semmering angemietete Asylwerber-Unterkunft bis 2029 nicht gekündigt werden kann. Der 15-jährige Kündigungsverzicht sei vom Innenministerium ausverhandelt worden, hieß es in einer Aussendung.

Am Montag war bekannt geworden, dass das Innenministerium für die seit Jahresbeginn stillgelegte Flüchtlingsunterkunft 45.000 Euro Mietzins pro Monat bezahlt - dies voraussichtlich noch bis 2029. Das war aus einer Anfragebeantwortung des Innenministeriums an die SPÖ hervorgegangen.

"Alles was die ORS im Rahmen der Bundes-Grundversorgung tut oder getan hat, geschieht im Auftrag des Innenministeriums", betonte ORS-Geschäftsführer Wilhelm Brunner: "Der Inhalt dieses Mietvertrages wurde allein vom Innenministerium verhandelt und der Abschluss durch ORS im Auftrag des Innenministeriums vorgenommen."

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache betonte am Dienstag sein "völliges Unverständnis" für den noch unter Ministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) abgeschlossenen Deal. "Solche Verträge dürfen in Zukunft nicht mehr passieren", sagte er in einer Pressekonferenz.

(APA)

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