Kärntner Schüler wollen Rauchverbot in Schulen kippen

Das Kärntner Schülerparlament beschloss eine Forderung nach Raucherbereichen. Der Antrag muss im Landtagsausschuss behandelt werden.

Kärntner Schüler wollen Raucherbereiche in den Schulen
Kärntner Schüler wollen Raucherbereiche in den Schulen
Kärntner Schüler wollen Raucherbereiche in den Schulen – APA

Der Ausschuss für Generationen im Kärntner Landtag muss sich kommende Woche mit einem unerwarteten Antrag des Schülerlandtags auseinandersetzen. Das Schülerparlament, in dem die Landesschülervertreter und die Schulsprecher sitzen, will das Rauchverbot an Schulen aufweichen und fordert die Wiedereinrichtung von Raucherbereichen.

"Das Rauchverbot an Schulen führt dazu, dass sich die SchülerInnen vor und nach dem Unterricht sowie in den Pausenzeiten vor dem Schulgelände aufhalten, um dort zu rauchen", heißt es im Antrag der Schüler, welcher der APA vorliegt. Das mache ein schlechtes Bild nach außen, führe zu Verkehrsbehinderungen und Schmutz, weil die Schüler ihre Zigaretten auf den Boden oder in die Kanalisation werfen, beklagt die Jugend. Dagegen würden die Pausenhöfe, in denen früher geraucht wurde, kaum bis gar nicht mehr genutzt.

Deshalb solle das Rauchverbot an Schulen neu geregelt werden, etwa durch Einrichtung dezidierter, schulinterner Raucherbereiche, fordern die Schülervertreter. Außerdem hätten sie gerne "bessere Aufklärung" über das Rauchen. Weil das Tabakgesetz Bundesmaterie ist, könnte der Landtag etwa eine Resolution an die Bundesregierung beschließen. Wie der Ausschuss mit der Materie verfährt bleibt abzuwarten. Erst im Oktober beschloss er - einstimmig - die Anhebung des Schutzalters beim Rauchen auf 18 Jahre. Das Rauchverbot für Jugendliche ist seit Jahresbeginn in Kraft.

Mit der jüngsten Novelle der Kärntner Landesverfassung wurde das Schülerparlament aufgewertet. Jährlich sind nun zwei Sitzungen abzuhalten, Beschlüsse werden verpflichtend im zuständigen Ausschuss behandelt, heißt es in der neuen Landtags-Geschäftsordnung. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) lobte die Maßnahme als Ausbau der direkten Demokratie, Kärnten sei hier anderen Bundesländern weit voraus.

(APA)

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