Heute fällt die Entscheidung über Salzburgs Bürgermeister

In elf Gemeinden finden heute Stichwahlen statt. Auch in der Landeshauptstadt, für die jedenfalls feststeht: Einen Bürgermeister, dessen Charisma die Stadt überstrahlt, wird es nicht geben.

ÖVP-Spitzenkandidat und Bürgermeister Harald Preuner mit Ehefrau Alexandra nach der Stimmabgabe.
ÖVP-Spitzenkandidat und Bürgermeister Harald Preuner mit Ehefrau Alexandra nach der Stimmabgabe.
ÖVP-Spitzenkandidat und Bürgermeister Harald Preuner mit Ehefrau Alexandra nach der Stimmabgabe. – APA/FRANZ NEUMAYR

In elf Salzburger Gemeinden haben in der Früh die Bürgermeister-Stichwahlen begonnen. Dort kam keiner der Bewerber im ersten Durchgang am 10. März über 50 Prozent. Jeweils die zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen stellen sich nun der Stichwahl. Noch nicht entschieden ist das Rennen in Salzburg, Hallein, St. Johann und Zell am See.

In der Landeshauptstadt stehen der amtierende Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) und sein roter Stellvertreter Bernhard Auinger im Finale. Preuner tritt mit einem großen Vorsprung an, er erhielt beim ersten Wahlgang eine Zustimmung von 41,3 Prozent, Auinger blieb mit 30,7 Prozent deutlich zurück.

Eines steht fest: Einen Bürgermeister, dessen Charisma die Stadt überstrahlt, werden die Salzburger nicht erhalten. Beide Kandidaten sind eher zurückhaltend, beide müssen nicht im Mittelpunkt stehen. Was eint, was trennt die beiden Kandidaten? Hier lesen Sie mehr zur Ihrer Arbeitsweise, politischen Sozialisation, ihren Netzwerken und ihrem Salzburg Bild. >>>

Hallein könnte nach 20 Jahren gedreht werden

Die frühere SPÖ-Hochburg Hallein, wo in den vergangenen 20 Jahren ÖVP-Bürgermeister regiert haben, könnte heute wieder gedreht werden. Der Vorsprung von SPÖ-Kandidat Alexander Stangassinger (38,4 Prozent) vor dem amtierenden ÖVP-Stadtchef Maximilian Klappacher (37,6 Prozent) ist mit gerade einmal 0,8 Prozentpunkten oder 70 Stimmen allerdings hauchdünn. Auch in Zell am See könnte nach zehn Jahren das Blatt wieder zugunsten der SPÖ gewendet werden, Bürgermeister Peter Padourek (ÖVP) lag vor zwei Wochen mit 46,2 Prozent aber von seinem SPÖ-Mitbewerber Andreas Wimmreuter (40,8 Prozent).

Weiters fällt heute die Entscheidung in Seekirchen, Mattsee, Straßwalchen, Elsbethen, Oberndorf, Oberalm, St. Johann und Bad Hofgastein. In acht der elf Gemeinden sind die Kandidaten von ÖVP und SPÖ in die Stichwahl gekommen, in Elsbethen kommt es zum Duell ÖVP gegen die Wählergemeinschaft für Elsbethen, in St. Johann zwischen ÖVP und FPÖ und in Straßwalchen SPÖ gegen Liste Straßwalchen.

Erhöht hat sich heuer die Zahl der Bürgermeisterinnen im Bundesland. Nach dem ersten Wahlgang werden acht der 119 Gemeinden fix von einer Frau regiert, die Kandidatinnen aus Oberndorf und Elsbethen könnten in der Stichwahl noch folgen. Mit zuletzt fünf Ortschefinnen lag das Bundesland im Österreichvergleich bisher am letzten Platz, konnte aber schon mit dem ersten Wahlgang die rote Quoten-Laterne an Tirol abgeben und auch das Land Kärnten überholen.

Die Wahllokale schließen abgesehen von Straßwalchen (15.00 Uhr) um 16.00 Uhr, mit dem Endergebnis ist in den zehn Landgemeinden spätestens gegen 18.00 Uhr zu rechnen. In der Stadt Salzburg sollte es gegen 17.00 Uhr zumindest einen klaren Trend geben, das vorläufige Endergebnis wird aber wegen der Auszählung der Wahlkarten bis etwa 19.30 Uhr auf sich warten lassen.

 

(APA/red.)

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