Sichere Fahrradschlösser wiegen mehr als ein Kilogramm

Nur wenige Schlösser schützen Fahrräder gut vor Diebstahl, wie ein Test in Deutschland ergab. Radfahrer sollten am besten zwei Schlösser benutzen.

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Symbolbild – APA/dpa/Julian Stratenschulte

Nur wenige Schlösser können ein Fahrrad gut vor Dieben schützen. Wie die deutsche Stiftung Warentest am Mittwoch mitteilte, schnitten in ihrem Test nur fünf von 20 getesteten Schlössern mit der Note "gut" ab. Andere Modelle ließen sich nach Angaben der Produktprüfer zu leicht knacken, einige enthalten demnach Schadstoffe und ein Schloss sei korrosionsanfällig.

Die Stiftung testete Bügel-, Falt- und Kettenschlösser zu Preisen von 28 bis 128 Euro. Dabei zeigte sich: Sichere Fahrradschlösser sind oft schwer. Die "gut" oder "sehr gut" gegen Aufbruchsversuche schützenden Schlösser wiegen zwischen 1,3 und 2,6 Kilogramm. Sie hielten Attacken mit Bolzenschneidern, Sägen, Zangen und anderen Werkzeugen am längsten stand. Von den Modellen im Test schnitt jedes vierte bei der Aufbruchssicherheit nur ausreichend oder mangelhaft ab.

Weichmacher im Mantel

Ein Bügelschloss hielt nicht nur Bolzenschneider und Säge ab, sondern gab auch zwei Minuten lang einem laut kreischenden Winkelschleifer nicht nach. Allerdings schnitt es in der Schadstoffprüfung nur "ausreichend" ab: Der Mantel des Schlosses enthält den fortpflanzungsgefährdenden Weichmacher DEHP in einer Menge, die ab Mitte 2020 verboten ist.

Fahrradbesitzer sollten ihr Gefährt der Stiftung zufolge möglichst an einem stabilen Fahrradbügel, Schild oder Laterne befestigen. Dort sollten sie die Kette möglichst hoch befestigen, um Dieben die Deckung zu nehmen und sie am Abstützen eines Bolzenschneiders zu hindern.

Am besten zwei Schlösser

Schließlich sollten Radfahrer am besten zwei Schlösser benutzen: eines, um den Rahmen anzuketten, und eines, um das Vorderrad am Rahmen zu sichern. Dabei sollten sie am besten zwei verschiedene Schlossarten wie Falt- und Bügelschloss verwenden, weil Diebe oft nur auf eine Bauart spezialisiert sind.

>> Zum Artikel der Stiftung Warentest (teilweise kostenpflichtig)

 

(APA/AFP)

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