Gemeinde Obdach nach Unwetter ein "Katastrophenschutzgebiet"

Die Regenfälle sorgten in Voitsberg für massive Vermurungen und Verklausungen. Ein Wohnhaus mußte evakuiert werden. In Obdach sind die Unwetterschäden größer als erwartet. Die Gemeinde wurde zum Katastrophenschutzgebiet erklärt.

Ein Haus mußte nach Hangrutschungen evakuiert werden.
Ein Haus mußte nach Hangrutschungen evakuiert werden.
Ein Haus mußte nach Hangrutschungen evakuiert werden. – APA/BFV VOITSBERG

Nach Unwettern Samstagnachmittag und -abend ist ein Wohnhaus im weststeirischen Voitsberg evakuiert worden. Ein Hang hinter dem Gebäude hatte nachgegeben, sagte Christian Leitgeb, Bereichsfeuerwehrkommandant aus Voitsberg am Sonntag zur APA. Zudem waren in Köflach "massive Vermurungen und Verklausungen" zu beseitigen. Zwölf Wehren mit rund 130 Helfern waren im Bezirk im Einsatz.

In Köflach war besonders der Ortsteil Graden betroffen: An drei Stellen gaben Hänge nach. Ein Bewohner musste sein Haus verlassen. Ein Geologe wird sich die Lage am Sonntag oder Montag genauer anschauen. "Im Stadtgebiet sind die Bäche übergegangen. Verklausungen gab es bei jeder Brücke", so Leitgeb. Die Landesstraße wurde vermurt und eine Brücke beschädigt, weshalb die Straße vorerst nur beschränkt befahrbar sei. Die Fahrbahnen wurden mit schwerem Gerät und Traktoren gereinigt.

Sechs bis sieben überflutete Keller wurde ausgepumpt oder von Schlamm befreit. Sonntagfrüh wurden noch Sicherungsarbeiten durchgeführt, "falls wieder Regen kommt". Ursache für die Schäden war der lang anhaltende Niederschlag Samstagnachmittag.

Die Schäden nach den Unwettern im obersteirischen Obdach (Bezirk Murtal) sind größer als am Samstagabend erwartet: Umfangreiche Arbeiten sind nötig, um die auf einer Länge von einem Kilometer weggerissene Gemeindestraße zu sanieren, teilte Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SPÖ) am Sonntag mit. Die Gemeinde wurde zum Katastrophengebiet erklärt.

Mit dem Status als Katastrophengebiet könne nun "rasch und unbürokratisch" Hilfe geleistet werden. Die abgeschnittenen Gehöfte sollen schnellstmöglich wieder erreichbar sein. Schickhofer betonte: "Jetzt geht es darum, dass Obdach schnell geholfen wird. Ich danke allen Einsatzkräften, die seit den Abendstunden im Einsatz stehen, um Unwetterschäden zu beseitigen und die Sicherheit wieder herzustellen."

Feuerwehreinsätze auch im Burgenland und NÖ

Gewitter und teils starker Wind haben am Samstagabend im Burgenland für Feuerwehreinsätze gesorgt. Insgesamt rückten 20 Wehren aus. Am stärksten betroffen waren nach Angaben der Landessicherheitszentrale (LSZ) der Raum zwischen Lutzmannsburg und Deutschkreutz im Bezirk Oberpullendorf. Vereinzelte Einsätze gab es darüber hinaus in allen Landesteilen.

Neben Pumparbeiten wurde die Beseitigung umgestürzter Bäume vorgenommen, zudem mussten sich die Helfer um umgefallene Bauzäune kümmern. Die Feuerwehren Neusiedl am See und Purbach wurden zu zwei Bootsbergungen auf dem Neusiedler See alarmiert. Der erste Unwettereinsatz begann laut LSZ Samstagabend kurz nach 20.30 Uhr. Die letzten Kräfte rückten gegen 3.00 Uhr wieder ein.

In Teilen Niederösterreichs haben am Samstagabend nach einem Gewitter zahlreiche Feuerwehren ausrücken müssen: Am meisten zu tun gab es für die Helfer in den Bezirken Melk und Neunkirchen. Insgesamt waren rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz, so Feuerwehr-Sprecher Franz Resperger am Sonntag zur APA.

Neben Auspumparbeiten galt es, umgefallene Bäume zu beseitigen. Auch einige leicht vermurte Straßen und durch starken Wind umgestürzte Plakatwände beschäftigten die Feuerwehren. Im Bezirk Melk mussten 17 Einsätze bewältigt werden, im Bezirk Neunkirchen hielten 16 Einsätze die Feuerwehrleute auf Trab.

(APA)

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