Zwischenfall bei Airpower19: Doppeldecker kippte bei Landung um

Ein schwedischer Pilot einer „Tummelisa“, einer Maschine aus dem Ersten Weltkrieg, hatte Probleme bei der Landung. Verletzt wurde er nicht.

Der Pilot blieb bei dem Unfall unverletzt.
Der Pilot blieb bei dem Unfall unverletzt.
Der Pilot blieb bei dem Unfall unverletzt. – APA/BUNDESHEER/MILB

Ein Zwischenfall bei der Flugshow Airpower im steirischen Zeltweg ist glimpflich verlaufen: Am Ende einer Flugdarstellung von zwei Maschinen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs - einer Fokker DR1-Dreidecker und einer schwedischen CFM01 "Tummelisa" ("Däumling") - ist das schwedische Muster beim Landen auf der Graspiste umgekippt. Der schwedische Pilot blieb unverletzt.

Zu dem Zwischenfall war es am Ende einer Vorführung mit Namen "Warbirds" - eine Art Luftkampfdarstellung aus der Zeit des Ersten Weltkriegs - gekommen. Die zweite Maschine - ein Fokker-Dreidecker jenes Typs, die auch der "Rote Baron" Manfred von Richthofen flog - landete ohne Probleme.

Laut Airpower-Projektleiter Brigadier Arnold Staudacher entstand lediglich Sachschaden an der Maschine. Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Graspiste nass, bei der Landung sei der Doppeldecker an einer Planke angestoßen. „Er war schon fast zum Stillstand gekommen, aber durch den Impuls hat es dann die Maschine auf den Rücken gekippt. Dem Piloten geht es gut und die Rettungskräfte waren schnell vor Ort“, erklärte Staudacher. Die Rettungskette habe wie geplant funktioniert, „die Einheiten waren binnen Sekunden an der Stelle", sagte der Brigadier. Die genaue Unfallursache wird nun durch die Unfallkommission erhoben.

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Verteidigungsminister weist auf Budgetnöte hin

Verteidigungsminister Thomas Starlinger wies am Ende der Heeres-Flugshow erneut auf den Mittelbedarf für das Heer hin. Er sei aber zuversichtlich, dass es unter einer neuen Regierung eine ausreichende Finanzierung für das Bundesheer geben werde. Seiner Ansicht nach hätten sich in den vergangenen Monaten zwei Umstände wesentlich geändert: Die Bevölkerung habe gesehen, dass sie das Bundesheer ohne entsprechende Mittel nicht mehr schützen könne.

"Blackout, Terror, um nur zwei der möglichen Bedrohungen zu nennen", sagte Starlinger. Es müsse klar sein, dass Terroristen die notwendige Ausrüstung und auch Kampferfahrung besäßen. Es bedürfe keines Hinweises mehr, um zu sehen, wo das Bundesheer mit seinen Fähigkeiten stehe. "Nein, wir sind nicht mehr in der Lage zu schützen", wurde der Minister drastisch. Die Erfordernisse der Neutralität und die Einsatzfähigkeit stünden im "krassen Widerspruch zur Realität. Wir bauen am Boden Zäune, aber zehn Meter darüber ist uns die Souveränität unseres Landes gleichgültig."

Gleichzeitig sei der Ernst der Situation auch in die Politik vorgedrungen. "Darauf hoffe ich nicht, davon bin ich überzeugt, dass es Einsicht in die Notwendigkeiten gibt"sagte Starlinger, der auch darauf hinwies, dass sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen stark in dieser Sache eingebracht habe.

Insgesamt besuchten die Veranstaltung Freitag und Samstag 185.000 Zuseher. Die Kosten betrugen 3,6 Millionen Euro.

(APA)

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