Verbot von "gefährlichen Räuchermischungen"

Angeboten werden sie als Raumduft, verwendet werden sie als Rauchwaren. Die Substanzen, die "Spice" ähnlich sind, dürfen nicht mehr in Umlauf gebracht werden.

Verbot gefaehrlichen Raeuchermischungen
Verbot gefaehrlichen Raeuchermischungen
(c) APA (GEORG HOCHMUTH)

"In Österreich werden vermehrt Räuchermischungen angeboten, die, wenn sie geraucht werden, sehr gefährlich sein können. Aus diesem Grund habe ich die betroffenen Substanzen mit heutigem Tag verboten", bekräftigte Gesundheitsminister Alois Stöger (S) am Samstag das Verbot von Wirkstoffen, die dem 2009 verbotenen "Spice" ähnlichen sind. Die Räuchermischungen werden zum Beduften von Räumen angeboten, in der Realität aber als Rauchware verwendet, hieß es in einer Aussendung.

Das Gesundheitsministerium hatte bereits im Jänner 2009 nach arzneimittelrechtlichen Bestimmungen das Inverkehrbringen und den Import der Räuchermischung "Spice" verboten. In der Zwischenzeit wurde bei Untersuchungen der AGES/PharmMed eine Reihe von ähnlich gefährlichen Substanzen in solchen Räuchermischungen festgestellt. Um den Gesundheitsschutz zu gewährleisten, sollen jetzt auch diese Inhaltsstoffe verboten werden.

"Das Verbot richtet sich an alle Händler und Vertreiber dieser Produkte", so Stöger, der die Verordnung am Freitag unterzeichnet hat. Aufgrund der Dringlichkeit beziehungsweise der von diesen Substanzen ausgehenden Gefahr sei von einem allgemeinen Begutachtungsverfahren abgesehen worden.

(APA)

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