Thermen: Gefährliche Konkurrenz aus dem Ausland

Im Burgenland und in der Steiermark geraten geplante Thermen unter Druck. Die Besucherzahlen in den steirischen Thermen stagnieren. Der Konkurrenzdruck aus Slowenien und Ungarn mit Billigarrangements wächst.

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Graz/Eisenstadt/Linz/Hoe. Gleich zwei Thermen haben Probleme: Die eine, das Resort Lutzmannsburg im Burgenland, sucht einen Käufer. Denn ob sich die Eigentümerin, die landeseigene Wirtschaftsservicegesellschaft Wibag, noch mit dem Konsortium aus Immorent und der irischen Harte Holding einigt, bleibt offen. Wegen Zwists im Konsortium wurden die Verhandlungen unterbrochen. „Bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung müssen die entsprechenden Unterlagen vorliegen“, so Wibag-Vorstand Peter Schmitl. Der Aufsichtsrat tagt heute, Dienstag.

Auch in der Steiermark gibt es Probleme. In Bad Aussee wird seit 2003 an einem Revitalisierungskonzept für das alte „Vitalbad“ im Zentrum gearbeitet. Für 2008 war der Baubeginn avisiert. „Wir warten nur auf die Freigabe der Gemeindefinanzierung“, so Romuald Bertl. Er ist Sprecher einer Investorengruppe, die hinter jenem 26-Millionen-Euro-Projekt steht, das am Ortsrand entstehen soll. Geplant ist ein Kurbad für 100.000 Besucher jährlich. Insgesamt stagnieren die Besucherzahlen in den steirischen Thermen. Der Konkurrenzdruck aus Slowenien und Ungarn mit Billigarrangements wächst. Die steirischen Thermen wollen deshalb ihr Profil künftig schärfen. Das macht auch die Vamed-Therme in Geinberg in Oberösterreich: Sie soll bis 2012 um 21,5 Millionen Euro ausgebaut werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.03.2011)

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