Behinderten gequält: Drei junge Frauen verurteilt

Die drei Niederösterreicherinnen haben den geistig behinderten Mann geschlagen und sexuell missbraucht. Sie wurden wegen Schändung und Körperverletzung zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt.

Behinderten gequaelt Drei junge
Behinderten gequaelt Drei junge
Symbolbild – (c) Clemens Fabry

Drei junge Frauen im Alter von 19 und 20 Jahren haben einen geistig Behinderten sexuell missbraucht und geschlagen und sind dafür in Korneuburg zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt worden. Alle drei Frauen wurden rechtskräftig wegen Schändung verurteilt, eine auch wegen Körperverletzung. Die beiden 19-Jährigen erhielten bedingte Haftstrafen im Ausmaß von sechs Monaten bzw. zwei Jahren, die bereits vorbestrafte 20-Jährige zwei Jahre Haft, davon drei Monate unbedingt, sagte Gerichtssprecher Gernot Braitenberg-Zennenberg.

Laut Anklage seien die Beschuldigten brutal vorgegangen, hätten den 40-Jährigen mit einem Kochlöffel gequält und mit Besen geschlagen. Das Opfer, das in eine der Beschuldigten verliebt gewesen sein soll, habe sie vergeblich angefleht, aufzuhören. Eine der Beschuldigten filmte die Tat mit dem Handy, berichtet ORF Niederösterreich. Es sei eine "dumme Gaudi", sie seien betrunken gewesen, lauteten die Rechtfertigungen.

Dem Bericht zufolge hatten sich die Frauen mit dem in einem Heim lebenden Mann angefreundet. Der Fall war durch die Anzeige einer Betreuerin aufgedeckt worden, der die Verletzungen an dem 40-Jährigen aufgefallen waren.

(APA)

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