WienWein: Dicke Luft nach Rücktritt von Zahel

Hans Schmid wehrt sich gegen die Kritik von Richard Zahel, er würde Weinbauern vertreiben. „Das lasse ich mir nicht sagen, dass ich Winzer vertreibe“, so Schmid zur „Presse“.

(c) FABRY Clemens

Wien/Ks. Dicke Luft herrscht derzeit bei den Wiener Winzern. Nachdem Richard Zahel seinen Rücktritt bei der Winzerorganisation WienWein unter anderem damit begründet hat, dass das Weingut Mayer am Pfarrplatz mit dem Investor Hans Schmid Grundstückspekulationen betreibe („Die Presse“ berichtete), wehrt sich nun Hans Schmid gegen diesen Vorwurf.

Zahel kritisierte, dass Schmid Flächen kaufe und damit Weinbauern vertreibe. Hans Schmid will das nicht auf sich sitzen lassen. „Das lasse ich mir nicht sagen, dass ich Winzer vertreibe“, so Schmid zur „Presse“. Er verwende alle 65 Hektar, die ihm gehören, ausschließlich für den Weinbau – teilweise auch über Pachtverträge mit anderen Winzern.

 

Persönliche Gründe

Schmid vermutet hinter Zahels Anschuldigung nicht nur Missgunst. „Er hat in den letzten zehn Jahren über neue Pachtverträge rund zehn Hektar verloren, das ist hart. Von mir waren dabei aber nur 0,7 Hektar“, so Schmid, der auch persönliche Gründe hinter Zahels Rücktritt vermutet. „Er wollte Chef von WienWien werden statt Wieninger.“

Schmid will die Konflikte mit Zahel persönlich klären – bei einem Achterl Wein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.12.2011)

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