Fernwärme in Salzburg ausgefallen - 10.000 ohne Heizung

Das Heizkraftwerk Mitte ist in der Nacht auf Samstag ausgefallen. Die Behebung der Störung könnte bis Sonntag Mittag dauern wird.

Fernwaerme Salzburg ausgefallen 10000
Fernwaerme Salzburg ausgefallen 10000
AP Photo/Joerg Sarbach

In Salzburg kommt es am heutigen Samstag zu erheblichen Störungen bei der Fernwärme-Versorgung. Wie die Salzburg AG in der Früh in einer Aussendung mitteilte, sind die Erzeugungsanlagen im Heizkraftwerk Mitte aufgrund eines Lagerschaden beim Schwerölkessel um 02.40 Uhr ausgefallen. Damit können nur zwei Drittel der 30.000 Fernwärme-Kunden versorgt werden, bestätigte Martin Jäger von der Salzburg AG der APA auf Nachfrage. "Bei einem Drittel kommt die Wärme nicht an." Betroffen sind rund 10.000 Haushalte vor allem in den östlichen Stadtteilen Aigen und Parsch sowie Teilen der Innenstadt.

Der Ausfall sei durch einen Schaden am Lager des Hauptgebläses beim Schwerölkessel verursacht worden. Die Salzburg AG spricht von einem Materialschaden, der nichts mit der derzeit herrschenden Kälte zu tun habe. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Behebung der Störung", sagte Gerald Tscherne von der Salzburg AG gegenüber dem ORF. Die Montage eines Ersatzteils beim Schwerölkessel könnte möglicherweise bis Morgen dauern, sagte Tscherne. Unterdessen wird versucht, einen Teil der Anlagen wieder hochzufahren, um die Versorgung zu gewährleisten.

Auch Unfallkrankenhaus Salzburg betroffen

Es hänge vom jeweiligen Versorgungsstrang ab, ob man betroffen ist oder nicht, erklärte Martin Jager von der Salzburg AG im Gespräch mit der APA. Je weiter entfernt der Anschluss an einem Strang von der Erzeugungseinheit liege, desto stärker sei die Wärmeversorgung eingeschränkt, erläuterte Jager.

Unter anderem gibt es im Unfallkrankenhaus Salzburg derzeit keine Wärmeversorgung, bestätigte der Verwaltungsdirektor des Spitals, Herbert Koutny, im Gespräch mit der APA: "Die Patienten merken davon derzeit aber nichts." Im Krankenhaus nütze man die noch vorhandene Restwärme in den Leitungen, die noch bei etwa 45 Grad Celsius liege. Man habe alles abgedichtet und spare beim Wasserverbrauch. "In den nächsten Stunden kommen wir noch gut aus. Wir werden den Tag unbeschadet überstehen", meinte Koutny. Schwierig werde es erst, wenn die Störung länger andauere. Aber auch für diesen Fall gebe es ein Notfallprogramm im Krankenhaus.

Nachfrage nach Elektroradiatoren steigt

Eine vermehrte Nachfrage nach Zusatzheizgeräten und Radiatoren bemerkten die Baumärkte am Samstagvormittag. "Es sind schon einige Leute dagewesen, die Elektroradiatoren gekauft haben, ein Ansturm war es aber nicht", meinte eine Verkäuferin bei Baumax in Salzburg. Über Radio Salzburg boten Hörer, bei denen die Heizungen funktionierten, nicht benötigte Heizgeräte oder Aufenthaltsmöglichkeiten für betroffene Familien an.

In Salzburg ist es derzeit wie überall in Österreich klirrend kalt: Um 06.00 Uhr Früh hatte es am Salzburger Flughafen nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) 17,6 Grad unter Null.

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(APA)

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