Steirischer "Don Camillo" Ochabauer gestorben

Der wegen seines geselligen Auftretens beliebte Pfarrer von Pöllau, Raimund Ochabauer, ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Bischof Kapellari nannte ihn einen der "profiliertesten Seelsorger der Steiermark".

Pfarrer Raimund Ochabauer
Pfarrer Raimund Ochabauer
(c) APA-OTS / Niko Formanek

Der vor allem in der Oststeiermark bekannte und beliebte "Volkspfarrer" Raimund Ochabauer ist am Donnerstag seinem Krebsleiden erlegen. Der 74-Jährige hatte erst vor wenigen Monaten sein 50-jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Ochabauer hatte Zeit seines Lebens Nähe zu den Menschen gesucht: "Wenn du den Menschen das Gefühl vermittelst, für sie da zu sein und sie es auch spüren, dann können die Computer zurücktreten," wie der ORF Steiermark berichtete.

Diözesanbischof Egon Kapellari bezeichnete Ochabauer als einen "der profiliertesten Seelsorger in der Steiermark mit einer Ausstrahlung weit über die Landesgrenzen hinaus. Die Menschen achteten und liebten ihn, weil er auf ihre Herztöne achtete und ihnen im Leben und Glauben ein Ratgeber und Wegweiser war. Er wird sehr vielen in dankbarer Erinnerung bleiben."

Ochabauer wurde am 27. August 1935 im oststeirischen Fischbach in einfachen Verhältnissen geboren. Nach dem Grazer Knabenseminar folgte das Priesterseminar und die Weihe in Graz. Nach seiner ersten Kaplanstelle in St. Stefan ob Stainz war Ochabauer Pfarrer in Murau, Hartberg und Weiz. Schließlich kam er 1975 nach Pöllau, wo er bis zuletzt als Pfarrer die Messen feierte. Der 74-Jährige wurde wegen seines Aussehens und Auftretens oft auch der "steirische Don Camillo" genannt.

(APA/Red.)

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