Kardinal Schönborn will Flächenbrand in Kärnten verhindern

Ruf nach Rom für Transparenz der Untersuchung über Bischof Schwarz.

Kardinal Christoph Schönborn
Kardinal Christoph Schönborn
Kardinal Christoph Schönborn – APA/GEORG HOCHMUTH

Wien. Für katholische (und nur diese) Verhältnisse rasch und deutlich reagiert Kardinal Christoph Schönborn auf Unmut unter Kärntner Katholiken. Er tut dies nach Protestschreiben und Kirchenaustritten wegen des Vatikan-Verbots, einen Untersuchungsbericht über Kärntens früheren Bischof Alois Schwarz zu veröffentlichen. Schönborn will sich im Vatikan für Transparenz einsetzen.

Er fordert, „dass wir wirklich zeitnah eine klare Information über die Ergebnisse des Prüfberichtes aus Rom bekommen“. Untersucht wurde die Tätigkeit vom im Frühjahr nach St. Pölten versetzen Alois Schwarz im Mensalgut von Gurk-Klagenfurt, dem reichsten ganz Österreichs. Es soll unter anderem der Finanzierung des bischöflichen Haushalts dienen. Der Vorwurf: Unter Ausschaltung von Kontrolle habe Schwarz eigenhändig Verfügungen getroffen, während die finanzielle Unterstützung der Diözese (Pfarren etc.) versiegt sei. Schönborn meinte in einem Schreiben an den Vorsitzenden der Dechantenkonferenz, Herbert Burgstaller, dass er deren jüngst geäußerte Sorge („Vertuschung“) und kritische Reaktionen auf die römische Entscheidung verstehe. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.12.2018)

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