Karfreitag: Ein Feiertag, an dem sich auch die frommen Geister scheiden

Kein anderer Feiertag wird von Katholiken und Protestanten so unterschiedlich begangen. Luther stellte seine „Theologie des Kreuzes“ gegen eine „Theologie der Herrlichkeit“. Vereint treten die christlichen Kirchen in Deutschland auf, wenn es ums karfreitägliche Tanzverbot geht.

(c) APA/ROLAND SCHLAGER

Für alle frei, für einige oder keinen? Der Karfreitag bereitet nicht nur Juristen Kopfzerbrechen. Er zeigt auch der Ökumene Grenzen auf. Kein kirchliches Fest wird von den beiden großen christlichen Kirchen so unterschiedlich begangen wie dieses. Die Katholiken feiern es nur im negativen Sinn, als liturgische Leerstelle. Ein Tag des Jammers, was „kar“ im Mittelhochdeutschen bedeutet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.01.2019)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen