„Die Muslime sind wütend“

IGGÖ–Präsident Ümit Vural klagt bei einem interreligiösen Fastenbrechen über Hetze gegen Muslime.

Ümit Vural bei seiner Rede anlässlich des interreligiösen Fastenbrechens..
Ümit Vural bei seiner Rede anlässlich des interreligiösen Fastenbrechens..
Ümit Vural bei seiner Rede anlässlich des interreligiösen Fastenbrechens.. – IGGÖ

Wien. Die Muslime seien wütend, sagt Ümit Vural. Weil Freiräume, Bürgerrechte und Lebensqualität für sie „Gesetz für Gesetz“ weniger würden. Konkret nimmt der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) bei einem Iftar-Essen am Dienstagabend das zuletzt beschlossene Kopftuchverbot in der Volksschule als Beispiel: Das Kopftuch sei „nichts Böses, sondern Teil unserer Glaubenspraxis“, das Verbot „destrukiv und desintegrativ“.

„Wieso sollen sich Musliminnen und Muslime dieses Landes als Bürger zweiter Klasse fühlen müssen“, fragt er bei seiner Rede – und fordert einen „Aufschrei der Anständigen“. Die IGGÖ sieht er dabei als „Stachel im Fleisch jener Kräfte, die auf Musliminnen und Muslime schimpfen, um die eigentlichen Probleme im Land kaschieren zu können“.

Ludwig und der Nuntius

Es ist das erste interreligiöse Fastenbrechen, zu dem Vural als IGGÖ-Präsident ins Palais Niederösterreich bittet. Unter den Gästen sind Wiens Bürgermeister, Michael Ludwig (SPÖ), Ex-Vizekanzler Erhard Busek (ÖVP) und Kirchenvertreter – so hat Erzbischof Pedro Lopez Quintana, neuer Apostolischer Nuntius in Österreich, einen seiner ersten Auftritte.[PHHGJ]

(eko)

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