Wiener Oberrabbiner Arie Folger hat gekündigt

Die Israelitische Kultusgemeinde betont, dass die Kündigung einvernehmlich und auf Wunsch Folgers aus persönlichen Gründen erfolgt sei.

 Oberrabbiner Arie Folger am 8. November 2018 im Rahmen des Gedenkmarsches "Light of Hope“.
 Oberrabbiner Arie Folger am 8. November 2018 im Rahmen des Gedenkmarsches "Light of Hope“.
Oberrabbiner Arie Folger am 8. November 2018 im Rahmen des Gedenkmarsches "Light of Hope“. – (c) APA/HERBERT NEUBAUER

Der Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), Arie Folger, hat am Montag überraschend seine Kündigung bekanntgegeben. Folger bestätigte entsprechende Medienberichte. Darüber hinaus wollte er nichts dazu sagen.

Wie der ORF berichtete, betonte die Israelitische Kultusgemeinde (IKG), dass die Kündigung einvernehmlich und auf Wunsch Folgers aus persönlichen Gründen erfolgt sei. Einen Teil seiner Tätigkeiten werde er kurzfristig einstellen, etwa im Wiener Stadttempel, hieß es.

Sowohl für den Stadttempel als auch für das Rabbinat seien konkrete Schritte eingeleitet worden, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. In den nächsten Tagen sollen die Details gemeinsam mit dem Tempelvorstand bzw. mit Mitarbeitern des Rabbinats finalisiert werden, berichtete der ORF.

2015 bestellt

Folger war im Dezember 2015 zum Rabbiner der jüdischen Gemeinde Wien bestellt worden. Der 45-Jährige, der in Antwerpen geboren wurde und in Belgien, Israel und den USA studiert hatte, galt als Hardliner. Vor Wien hatte Folger fünf Jahre in der jüdischen Gemeinde in Basel, dann in München und zuletzt in Karlsruhe und Frankfurt gewirkt.

>> Bericht auf religion.orf.at

 

(APA)

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