Nackter Papst soll aus Konstanz verschwinden

Im Konstanzer Hafen steht seit 1993 eine Statue, die in ihrer Hand einen Nackten hält, der angeblich einen Papst darstellt. Eine Kopie dieses Teils der Skulptur steht nun im Bahnhof der Stadt - und sorgt für Aufregung.

Nackter Papst soll Konstanz
Nackter Papst soll Konstanz
(c) EPA

Große Aufregung um einen nackten Papst: Die satirische Skulptur des Künstlers Peter Lenk muss aus dem Konstanzer Bahnhof verschwinden. Die Touristen Information, in deren neuen Räumen die 700 Kilogramm schwere Steinfigur steht, hat Lenk gebeten, die Papst-Figur wieder abzubauen. Der Künstler spricht von einer "Provinzposse".

Die umstrittene Skulptur ist eine Kopie der Papstfigur aus der meterhohen Lenk-Statue "Imperia", die seit 1993 die Konstanzer Hafeneinfahrt ziert. Sie soll an das Konstanzer Konzil (1414-1418) erinnern und zeigt eine Mätresse, die auf ihren Händen zwei nackte Figuren trägt. Eine ist mit kaiserlichen Insignien geschmückt, die andere mit einer päpstlichen Tiara (Papst-Krone). Lenk hat sich selber nie eindeutig geäußert, wen die beiden Figuren darstellen sollen. Es könnten Kaiser Sigismund und Papst Martin V. aus der Konzilszeit sein.

Als der Chef der Konstanzer Touristen Information, Norbert Henneberger, Ende April die Aufstellung der Figur in seinen Räumen ankündigte, gab es Proteste. Zumal eine Zeitung irrtümlich geschrieben hatte, dass es sich bei dem nackten Papst um Papst Benedikt XVI handle. Jetzt entschied Henneberger mit Billigung des Aufsichtsrates des Tourismus-Gremiums, dass der nackte Papst wieder verschwinden muss. Näher dazu äußern wollte er sich nicht.

(APA)

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