Jüdische Gräber geschändet: Schönborn bestürzt

Kardinal Schönborn zeigt gegenüber der Israelitischen Kultusgemeinde seine Anteilnahme wegen der Schändung jüdischer Gräber am Zentralfriedhof.

Geschändetes jüdisches Grab
Geschändetes jüdisches Grab
(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, schreibt anlässlich der Schändung von 43 jüdischen Gräbern einen Brief an die Israelitische Kultusgemeinde (IKG). Darin übermittelt er seine Anteilnahme und bestätigt die Wichtigkeit des christlich-jüdischen Dialogs.

Das an Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und den Präsidenten der IKG, Oskar Deutsch, adressierte Schreiben ist mit dem 4. Juli datiert. "Ich möchte nicht versäumen, Sie und die ganze jüdische Gemeinde des Mitgefühls, der Solidarität und des Gebetes der Erzdiözese Wien zu versichern. Was unseren älteren Brüdern angetan wird, verletzt und empört auch uns", so Schönborn. Die "traurigen Vorkommnisse" würden ein weiteres Mal bestätigen, "wie wichtig die Fortsetzung und Intensivierung des jüdisch-christlichen Dialogs ist".

Am jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs wurden Ende Juni dieses Jahres die Grabsteine von 43 Gräbern umgestoßen. Betroffen waren nur Gräber mit vor dem Zweiten Weltkrieg verstorbenen Juden. Die israelische Botschaft in Österreich wertet die Schändung als Akt des Antisemitismus und schweren Vandalismus.

(APA)

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