Stenzel: Ein Fünftel der City-Parkplätze für Anrainer

Mehr als 1600 Stellplätze sollen in der Wiener Innenstadt zu Anrainer-Parkplätzen werden. Bezirkschefin Stenzel will damit die rechtlich höchstmögliche Quote.

Ursula Stenzel
Ursula Stenzel
(c) Die Presse (Fabry)

Nach dem Anrainervotum gegen Fußgängerzone und Nachtfahrverbot bleibt im Wiener Bäckerstraßen-Viertel alles beim Alten - also bei der Wohnstraße. Innenstadt-Bezirkschefin Ursula Stenzel (ÖVP) hat jedoch schon den nächsten Vorstoß parat. Sie will in der City 20 Prozent der Parkplätze für Bezirksbewohner reservieren. Bei insgesamt 8180 Parkplätzen wären das 1636 reservierte Abstellflächen.

Die Anrainerparkplätze sollen schrittweise geschaffen werden, stellte Stenzel am Dienstag in einer Pressekonferenz in Aussicht. "Ich will einmal mit dem Bäckerstraßen-Viertel anfangen", da es hier einerseits eine hohe Überparkung und andererseits eine hohe Parkpickerldichte gebe. Die Grätzel rund um die Riemergasse bis zur Seilerstätte und um den Neuen Markt sollen folgen, die restlichen Innenstadtbereiche kommen danach an die Reihe.

20 Prozent wäre rechtliche Höchstquote

Sie werde noch diese Woche Gespräche mit den Bezirks-Klubobleuten aller Parteien aufnehmen, um im Anschluss zwecks Umsetzung an Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) heranzutreten. Anrainerparkplätze gibt es bereits in einigen Wiener Bezirken, wobei die Höchstquote aus rechtlichen Gründen bei 20 Prozent liegt. Für Stenzel ist dieser Anteil nur "ein erster Schritt", das Kontingent müsse schrittweise erhöht werden, forderte sie.

Um Anrainerparkplätze - sie sind nur in Parkpickerlbezirken möglich - einführen zu können, muss die Bezirksvertretung bei der Behörde einige Daten zur Anzahl der Stellplätze bzw. deren Auslastung vorlegen. Diese Fakten lägen inzwischen vor, so Stenzel. Sie will nun "so schnell wie möglich" die Umsetzung erreichen. Die Kosten muss laut Stadtverfassung der Bezirk tragen.

(APA)

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