Akademikerball: Josef S. geht in Berufung

Der Anwalt des 23-jährigen Deutschen will das Urteil vom Dienstag nicht hinnehmen.

Verteidiger Clemens Lahner und Co-Verteidigerin Kristin Pietrzyk
Verteidiger Clemens Lahner und Co-Verteidigerin Kristin Pietrzyk
Verteidiger Clemens Lahner und Co-Verteidigerin Kristin Pietrzyk – APA/HANS KLAUS TECHT

Josef S. geht in Berufung. Das sagt Clemens Lahner, der Anwalt des Akademikerball-Demonstranten, gegenüber dem Monatsmagazin "Datum". Der 23-Jährige aus Jena war am Dienstag wegen Landfriedensbruchs, versuchter schwerer Körperverletzung und schwerer Sachbeschädigung zu zwölf Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden. Weil ihm die sechs Monate in U-Haft angerechnet wurden, ging er noch am Dienstag frei.

Das genügt dem Anwalt allerdings nicht. Man habe zwar auf einen Freispruch gehofft, "aber die Belastung durch einen Polizisten wiegt vor Gericht immer schwer." Der Anwalt will eine Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung anmelden.

Fehler herausarbeiten

Gefragt, welche Chancen er sich ausrechne, sagte der Anwalt gegenüber dem Magazin, wenn ein Verurteilter innerhalb von drei Tagen nach der Urteilsverkündung ein Rechtsmittel anmeldet, müsse das Gericht ein schriftliches Urteil ausfertigen. "Ab Zustellung des Urteils läuft dann die Frist zur Ausführung des Rechtsmittels. Wir werden uns das schriftliche Urteil genau ansehen und im Rechtsmittel versuchen, die Fehler herauszuarbeiten. Ich bin gespannt, wie das Urteil genau begründet wird."

>> Datum-Artikel

(red./APA)

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