Wien: Aus für die Landstraßer Markthalle

Die Pläne, die alte Markthalle in Wien-Mitte wiederzubeleben, sind gescheitert. "Sehr überraschend", sagt Markthallen-Koordinator Franz Zinggl.

Archivbild: Der Eingang zum Landstraßer Markt vor dem Umbau des Bahnhofs, aufgenommen im Jahr 2008. Eine Wiedereröffnung wird es nicht geben.
Archivbild: Der Eingang zum Landstraßer Markt vor dem Umbau des Bahnhofs, aufgenommen im Jahr 2008. Eine Wiedereröffnung wird es nicht geben.
Archivbild: Der Eingang zum Landstraßer Markt vor dem Umbau des Bahnhofs, aufgenommen im Jahr 2008. Eine Wiedereröffnung wird es nicht geben. – (c) Clemens Fabry

Wien. Immer wieder war ihre Eröffnung angekündigt worden – nun dürfte die Wiederbelebung der Landstraßer Markthalle in Wien-Mitte aber endgültig vom Tisch sein.
Wie der Markthallenkoordinator für den dritten Bezirk, Franz Zinggl, sagt, sei er am Dienstag von den Betreibern des Einkaufszentrums The Mall, der BAI (Bauträger Austria Immobilien Gmbh), darüber informiert worden, dass man sich gegen ein Marktgebiet im Einkaufszentrum entschieden habe. „Das kam wirklich überraschend“, sagt Zinggl. „Ich habe auch keine Begründung dafür bekommen.“

Seit Jahren bemüht sich Zinggl um die Eröffnung einer Markthalle neu in Wien-Mitte: Dort, wo bis 2008 die Landstraßer Markthalle betrieben wurde, die schwer sanierungsbedürftig von der Stadt überraschend geschlossen wurde.

14 Standler wollten eröffnen

Die neue Markthalle – der Eingang wäre in der Invalidenstraße gewesen – wäre unter einem neuen Namen und privat betrieben worden. 14 Standler hätten hier eröffnen wollen, sagt Zinggl. Einige waren schon in der alten Markthalle tätig.

Die Suche nach einem Investor, der die Flächen von der BAI mieten und markttauglich herrichten würde, zog sich zuletzt über Monate. „Wir hätten noch ein bisschen mehr Zeit gebraucht“, sagt Zinggl.

Die Enttäuschung sei jedenfalls groß – wohl auch im Bezirk. Denn gegen die Schließung der alten Markthalle hatten tausende Anrainer protestiert.

Die BAI hatte die Flächen jedenfalls bisher frei gehalten. Warum man nun dem Markt eine Absage erteilt und wie die Fläche in Zukunft genutzt wird, ist noch unklar. Für die „Presse“ waren die Verantwortlichen in der BAI am Dienstag nicht erreichbar.

Die ursprüngliche Landstraßer Markthalle eröffnete 1979 an der Invalidenstraße und geriet im Lauf der Jahre zu einer ziemlich heruntergekommenen und wirtschaftlich alles andere als profitablen Einrichtung, die an den ebenfalls nicht gerade schicken Bahnhof Wien-Mitte angeschlossen war. 2008 sperrte die Halle infolge des Bahnhofsumbaus dann endgültig zu, den Mietern wurden mehr als zehn Millionen Euro Ablöse bezahlt.
Die ursprüngliche Landstraßer Markthalle eröffnete 1979 an der Invalidenstraße und geriet im Lauf der Jahre zu einer ziemlich heruntergekommenen und wirtschaftlich alles andere als profitablen Einrichtung, die an den ebenfalls nicht gerade schicken Bahnhof Wien-Mitte angeschlossen war. 2008 sperrte die Halle infolge des Bahnhofsumbaus dann endgültig zu, den Mietern wurden mehr als zehn Millionen Euro Ablöse bezahlt.
Die ursprüngliche Landstraßer Markthalle eröffnete 1979 an der Invalidenstraße und geriet im Lauf der Jahre zu einer ziemlich heruntergekommenen und wirtschaftlich alles andere als profitablen Einrichtung, die an den ebenfalls nicht gerade schicken Bahnhof Wien-Mitte angeschlossen war. 2008 sperrte die Halle infolge des Bahnhofsumbaus dann endgültig zu, den Mietern wurden mehr als zehn Millionen Euro Ablöse bezahlt. – (c) Clemens Fabry

Kommentar zu Artikel:

Wien: Aus für die Landstraßer Markthalle

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen