Asyl: Quartier in Erdberg geschlossen

Letzte Flüchtlinge wurden in andere Quartiere gebracht.

Übergangsquartier Erdberg
Übergangsquartier Erdberg
(c) Stanislav Jenis

Wien. Das Übergangsquartier für Flüchtlinge in Erdberg ist geschlossen. Am Freitagvormittag wurden die letzten Flüchtlinge aus der Unterkunft in andere Quartiere außerhalb der Bundeshauptstadt gebracht. Mit einigen Tagen Verspätung kann Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) nun also vermelden, dass ihr Versprechen gegenüber Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) eingehalten wurde. Der Plan war gewesen, das Übergangsquartier mit Ende Jänner zu schließen.

Gelungen war dies beim zweiten Übergangsquartier in den früheren Räumlichkeiten der Wirtschaftsuniversität in Wien Alsergrund – dieses wurde schon am Freitag vergangener Woche geschlossen. Mikl-Leitner betonte in einer Stellungnahme, dass für sie Handschlagqualität zähle und dass man sich gerade in der Not aufeinander verlassen können müsse. Sie danke Bürgermeister Häupl, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), der die Gebäude der Bundesimmobiliengesellschaft zur Verfügung gestellt hatte, sowie allen Bürgern, die ihrem Ministerium immer wieder aktiv Hilfe und Unterstützung angeboten hätten.

 

Keine Zeltstädte

Die beiden Unterkünfte in Wien waren notwendig geworden, nachdem die Länder im Herbst ihre Quoten bei Weitem nicht erfüllt hatten. Um die Errichtung von Zeltstädten zu vermeiden, erklärte sich Häupl bereit, in Wien noch einmal einige 100 Plätze zuzulassen, obwohl die Bundeshauptstadt die Vereinbarungen zur Flüchtlingsbetreuung schon seit Jahren übererfüllt. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.02.2015)

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