Nachbars Zucker aus dem Internet

Onlinenetze für Nachbarn.

 (Die Presse)

Wien. Nachbarschaftshilfe könnte so einfach sein. Die Milch am Feiertag? Der Hammer? Kommt vom Nachbarn nebenan. Weil Großstädter dort selten klingeln, wollen junge Start-ups der Nachbarschaft nachhelfen. Sohat etwa Stefan Theißbacher vor rund anderthalb Jahren mit seinem Team Fragnebenan.com gegründet. Eine Art Facebook für Nachbarn. Die Seite funktioniert simpel: Wer sich registriert (die Adresse muss man dann ganz altmodisch per Post bestätigen) kann online posten, was er braucht. Will ein Nachbar helfen, kann er antworten. Mittlerweile haben sich auf der Plattform 11.100 User registriert, pro Tag werden durchschnittlich 32,6 neue Themen gestartet, darauf erhält man statistisch 2,5 Antworten. Vor allem geht es da ums Ausborgen von Werkzeug oder Kinderbedarf, um Hilfe bei Krankheit oder darum, etwas im Grätzel zu organisieren.

Eine ähnliche Idee hatten die Geschwister Stefanie und Nikolaus Gasche, ihre Plattform „Fleißige Biene“ ist seit wenigen Monaten im Netz – und, das Vermitteln von Nachbarschaftshilfe läuft auch dort besser als erwartet, so Gasche: 900 User sind dort derzeit aktiv, sie vermitteln sich kleine Aufträge, vom Geschirrspülerreparieren, Hosenflicken bis zu Gartenarbeiten. Postet jemand eine kleine Arbeit, findet sich gewöhnlich innerhalb weniger Stunden jemand, der sie übernimmt. c

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2015)

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