''Mensch sein in Österreich'': 20.000 bei Demonstration für Flüchtlinge in Wien

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"Die Menschenwürde steht an erster Stelle" war auf einem Transparent zu lesem, auf einem weiteren "Muslime und Flüchtlinge willkommen", auf anderen heißt es: "Die Zustände in Traiskirchen sind eine öffentliche Schande", "Stoppt das Flüchtlingselend" und "Refugees welcome". Auch Holzkreuze sind zu sehen: "I don't want Europe to be a mass grave", steht darauf. In Wien demonstrierten am Montagabend etwa 20.000 Menschen für bessere Bedingungen für Flüchtlinge in Österreich.

(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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Erfreut zeigte sich Nadia Rida, die als Privatperson die Kundgebung organisierte: "Ihr seid der Hammer! Wir wollen Mensch sein in Österreich", sagte sie.

(c) Die Presse/kanu
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Die Demonstranten sammelten sich am Christian-Broda-Platz und sollten dann über die Mariahilfer Straße zur Marcus-Omofuma-Denkmal beim Museumsquartier ziehen.

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Später wurde die Route kurzfristig abgeändert.

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Ziel der Kundgebungsteilnehmer war nun Parlament, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Dort wurde die Kundgebung gegen 21.30 Uhr beendet. 

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Deswegen gab es eine Ringsperre zwischen Operngasse und Parlament. "Autofahrer sollen bitte großräumig ausweichen ", sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

(c) Die Presse/kanu
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Viele waren dem Aufruf gefolgt, in Weiß zu kommen: "Weiß für den Frieden. Es braucht keine gefärbte Flagge um Mensch zu sein", hieß es auf der Facebook-Seite der Kundgebung.

(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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Die Demo verlief äußerst friedlich, "es gab bisher keine sicherheitsrelevanten Vorfälle ", sagte der Polzeisprecher am Abend. Insgesamt standen 450 Polizisten im Einsatz, wie die Polizei bekannt gab. 100 davon waren direkt für die Begleitung der Demonstration abgestellt, der Rest für Objektschutz, Verkehrsmaßnahmen und als Reserve. 

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Unter den Demonstranten fanden sich jüngere und ältere Menschen, einie Leute kamen mit ihren Kindern.

(c) Die Presse/kanu
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Alexander Pollak von SOS Mitmensch bat, "anders als in den letzten Tagen", nicht um eine Schweigeminute, sondern um eine "Applausminute": "Es sind viele, viele hier, die sich privat engagieren, die helfen, die Deutschkurse geben, die nach Traiskirchen fahren."

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Neben NGO-Vertretern kamen auch private Aktivisten zu Wort, wie etwa die Modebloggerin Madeleine Alizadeh, die seit Wochen nach Traiskirchen fährt.

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"Eine Kiste Avocados aus Südamerika hat mehr rechtlichen Schutz als ein Schiff, das im Mittelmeer versinkt", sagte Alizadeh.

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Erich Fenninger von der Volkshilfe erinnerte an Bruno Kreisky, der 1938 auf der Flucht an der Grenze in Dänemark beinahe wieder zurück geschickt worden wäre – und das wohl nicht überlebt hätte. Übrigens kamen ziemlich genau so viele Demonstranten, wie sich via Facebook angemeldet hatten.

(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)