Ziesel-Zählung: 9500 Tiere in Wien

Die Stadt Wien hat bei ihrem jüngsten Ziesel-Monitoring einen neue Rekord festgestellt. Die Umweltschutzabteilung verteidigt die Arbeitserlaubnis beim Floridsdorfer Heeresspital.

Archiv

Dem Ziesel in Wien geht es offenbar gut. Das lässt sich jedenfalls aus den jüngsten Zahlen schließen: Ein soeben finalisiertes Ziesel-Monitoring zeigt, dass der Bestand in Wien derzeit so groß ist wie nie. Die Wiener Umweltschutzabteilung präsentierte der APA am Mittwoch Details.

Waren bei früheren Erhebungen rund 4.500 bis 6.000 dieser Erdhörnchen-Gattung auf dem Stadtgebiet gezählt worden, so zeigen die jüngsten Daten, dass die verschiedenen Populationen auf insgesamt rund 9.500 Ziesel angewachsen sind. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Tiere leben im Nordwesten der Stadt - und davon wiederum der überwiegende Teil (96,5 Prozent) im Landschaftsschutzgebiet Floridsdorf. In den untersuchten Gebieten wurden laut Umweltschutzabteilung insgesamt 8.228 Zieselbaue registriert.

Eher kleines Vorkommen beim Heeresspital

Als eher klein werden die Vorkommen auf dem Areal beim Heeresspitals in Floridsdorf bewertet. Dort wurden nun Vorarbeiten für ein umstrittenes privates Bauprojekt gestattet. In dem Bereich ist die Errichtung von 950 Wohnungen geplant. Lange Zeit sorgten die Ziesel für eine Pattstellung zwischen Umweltschützern und Bauwerbern. Die Umweltschutzabteilung verteidigt die nun erteilte Erlaubnis: Die Arbeiten würden nur auf rund einem Drittel des Gesamtareals stattfinden, hieß es.

Auf dem betroffenen Bereich würden sich lediglich fünf bis zehn Ziesel- oder Hamsterbaue befinden. Insgesamt umfasst die Population auf dem gesamten Gebiet rund 250 Tiere. Das Vorhaben, so wurde betont, sei nur unter strengen Auflagen genehmigt worden. So wurde etwa nur das Abtragen der Grasnarbe erlaubt. Schweres Gerät ist außerdem Tabu. Und: Werden Baue entdeckt, müssen sie händisch abgetragen werden.

Kommentar zu Artikel:

Ziesel-Zählung: 9500 Tiere in Wien

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen