Wien: Der D-Wagen fährt weiter

Die Straßenbahn-Linie D wird doch nicht in Linie 3 umbenannt. Es wird auch kein "4er" kommen, denn die Linie 71 behält bei deren (möglichen) Verlängerung ihren Namen.

Symbolbild Straßenbahn
Symbolbild Straßenbahn
(c) Clemens Fabry

Die Linie 3 wird also doch nicht kommen, der "D-Wagen bleibt den Wienern erhalten. Die Wiener Linien verzichtet auf die Umbenennung, Traditionalisten hatten mit einer Unterschriftenlisten für den Erhalt des Linie D mobilisiert. Auch die Tramlinie 71 wird nicht in Linie 4 umbenannt, sollte deren Verlängerung auf den Ring kommen - was derzeit immer noch nicht feststeht. "Für uns ist der genaue Name eher sekundär", heißt es dazu auf APA-Nachfrage aus den Wiener Linien.

Ursprünglich war die Umbenennung des "D-Wagens" in "3er" und die Verlängerung der Linie 71 samt neuem Namen Teil der Umorganisation des Nahverkehrsnetzes, die im Oktober 2008 mit der Umwandlung der Ringlinien 1 und 2 in Durchgangslinien gestartet hatte. Gegen das namentliche Ende des "D-Wagens" machten allerdings unter dem Titel "Rettet unseren D-Wagen" die ÖVP-Bezirksparteien von Döbling und Alsergrund mit einer Unterschriftenaktion mobil - und hatten damit nun offensichtlich Erfolg.

Gegen die für heuer geplante Verlängerung des 71ers, der derzeit zwischen Zentralfriedhof und Schwarzenbergplatz pendelt, regte sich dagegen bei der SPÖ-geführten Simmeringer Bezirksvorstehung Widerstand. Bei der Weiterführung der Linie über die Ringstraße bis zur Alten Börse wäre nämlich eine leichte Intervallverlängerung notwendig, um den Ring ab dem Schwarzenbergplatz nicht zu überlasten.

Der ebenfalls betroffene Bezirk Landstraße erkenne in Summe die Vorteile für seine Bewohner, heißt es von den Wiener Linien. Anders die Situation in Simmering unter SPÖ-Bezirksvorsteherin Renate Angerer. "Mit der Bezirksvertretung Simmering kam es noch zu keinem für beide Seiten tragbaren Ergebnis", unterstrich Wiener-Linien-Geschäftsführer Michael Lichtenegger in einer Aussendung. Klar sei aber, dass die dynamische Stadtentwicklung in Simmering neue Verkehrsverbindungen erfordere.

(APA)

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