Wien: Beziehungsstreit löste Anti-Terror-Einsatz aus

Eine Frau hatte angegeben, ihr Lebensgefährte hätte sie zu einem Terroranschlag überreden wollen. Der Mann wurde festgenommen.

Offenbar ein Beziehungsstreit hat am Dienstag einen großen Anti-Terror-Einsatz in Wien-Liesing ausgelöst. Eine Frau hatte die Polizei verständigt und angegeben, ihr Lebensgefährt hätte versucht, sie zu einem Terroranschlag zu überreden. Daraufhin wurde das Gebiet um die Wohnung des Paares in der Khekgasse großräumig abgeriegelt. Die Polizei nahm den Mann fest.

Kurz vor 10.00 Uhr hatte die Frau den Polizeinotruf gewählt und angegeben, dass ihr Freund - ihren Angaben zufolge ein syrischer Flüchtling - versucht hätte, sie zu einem Terroranschlag zu überreden, woraufhin sie aus der Wohnung geflüchtet war. Es folgte der Großeinsatz der Polizei. Straßen rund um das Wohnhaus in der Khekgasse Ecke Traubengasse wurden großräumig abgesperrt, auch Rettung, das Landesamt für Verfassungsschutz, die Sondereinheiten Wega und Cobra sowie ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz.

Gegen Mittag verließ der Mann dann nach Aufforderung freiwillig das Gebäude, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Der Verdächtige wurde festgenommen, er soll noch am Nachmittag einvernommen werden. Eine Hausdurchsuchung wurde beantragt.

Hintergrund soll nach ersten Ermittlungen der Polizei ein Beziehungsstreit gewesen sein. Auch habe die Frau bereits öfters den Notruf verständigt. Vor drei Tagen hätte sich das Paar zudem gegenseitig wegen Körperverletzung angezeigt, berichtete Eidenberger. "Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Terrorhintergrund", konstatierte Eidenberger.

(APA)

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