Neues Start-up-Zentrum für Wien

Schwedenplatz. Machen sich die verschiedenen Standorte nun Konkurrenz?

Schwedenplatz
Schwedenplatz
(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. Der Name soll wie so oft in der Branche Programm sein. WeXelerate. Auf Deutsch: „Wir beschleunigen“. So heißt die Gruppe von Investoren, die ein Start-up-Zentrum mitten in Wien, mitten am Schwedenplatz schaffen will. Konkret im Design Tower, dort, wo das Hotel Sofitel und das Stilwerk beheimatet sind, sollen demnächst 100 Start-ups mit Fokus auf Internet der Dinge, FinTech und Media einziehen. Ebenso ihre Geldgeber wie die Blue Minds Group, Speedinvest oder i5invest. Unternehmenspartner sind unter anderen Bank Austria und Uniqa. Der größte Start-up-Hub in Zentral- und Osteuropa will man sein, lautet das – branchenüblich – hochgegriffene Ziel.

Das ist insofern spannend, weil die Stadt Wien in ihrer Stadtplanung eigentlich für einen anderen Start-up-Standort seit Jahren Werbung macht: Neu Marx. Deswegen fand 2016 dort die Start-up-Jobmesse statt. Deswegen ist das Universitäre Gründerservice Inits dort hingezogen. Deswegen ist ein Schwerpunkt des neuen Nutzungskonzepts für die Marx-Halle Start-ups. „Ich habe nicht die Angst, das ein Standort dem anderen etwas abgräbt. Start-up-Acceleratoren richten sich sehr stark an internationale Unternehmen. Das heißt, dass der bestehende Markt nicht aufgeteilt, sondern international Start-ups angezogen werden“, sagt Gerhard Hirczi, Chef der Wirtschaftsagentur Wien, dazu.

Der neue Start-up-Hub wurde von der Wirtschaftsagentur Wien mit knapp 300.000 Euro gefördert. Dass internationale Start-ups nach Wien ziehen, ist schon länger gewollt. Die Gründer zierten sich allerdings – ob der schlechten Rahmenbedingungen für Unternehmer. (win)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.02.2017)

Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Neues Start-up-Zentrum für Wien

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.