Um die Karlskirche fliegen

3-D-Brillen. Zusatzangebot für Besucher des Gotteshauses.

An advent market is seen in front of Karlskirche church in Vienna
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An advent market is seen in front of Karlskirche church in Vienna
(c) REUTERS (HEINZ-PETER BADER)

Wien. Wer eine Kirche besucht, rechnet in der Regel eher nicht damit, dabei eine Virtual-Reality-Brille ausgeteilt zu bekommen. In der Wiener Karlskirche ist dies nun aber der Fall: Als erste Sehenswürdigkeit der Stadt bietet die Karlskirche den Besuchern eine Virtual-Reality-Brille an, mit der man scheinbar an der Außenfassade der Kirche entlangfliegen kann.

Zwei Minuten dauert dieser virtuelle Flug rund um die Kirche – und ist das neue Highlight des Besuchs: Wer mit dem Panoramalift in der Kuppel angekommen ist, setzt dort die Brille auf – und fliegt damit virtuell hinaus und um die Karlskirche herum. Die Brille ist derzeit im Erhaltungsbeitrag, den jeder Besucher sowieso zahlen muss, inkludiert (Erwachsene: acht Euro), es ist aber nicht ausgeschlossen, dass für die neue Technologie zu einem späteren Zeitpunkt ein zusätzlicher Betrag eingehoben wird.

Die Bereitschaft, für das Virtual-Reality-Erlebnis extra zu zahlen, ist nämlich durchaus da, wie eine Befragung unter 250 Besuchern (durchgeführt von WU-Studenten) ergeben hat, die die Brille ausprobiert haben. „99 Prozent unserer Besucher kommen hier das erste Mal mit Virtual Reality in Kontakt“, heißt es vom Verein der Freunde und Gönner der Karlskirche, der das Projekt realisiert hat. Das Angebot soll nicht nur Touristen, sondern auch Wiener in die Karlskirche bringen. (mpm)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.02.2017)

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