Gebäude der Burschenschaft "Olympia" in Wien beschmiert

Eine linksradikale Wiener Gruppe bekannte sich auf Facebook zu der Farbbeutelattacke. Man habe das Haus in Gedenken an Ernst Kirchweger "markiert".

Das Gebäude der vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft "Olympia" in Wien-Marihilf ist in der Nacht auf Montag mit Farbbeuteln beworfen und mit Lackspray besprüht worden. Wie die Landespolizeidirektion Wien mitteilte, wurden bei der Aktion auch zwei Pkw beschädigt. Auf Facebook bekannte sich die laut eigenen Angaben linksradikale Wiener Gruppe "autonome antifa w" zu der Tat.

Ein Zeuge alarmierte die Polizei, jedoch war die anschließende Fahndung nicht erfolgreich. In ihrem Posting schrieb die "autonome antifa w", sie habe die Fassade im Gedenken an Ernst Kirchweger "markiert". Kirchweger war ein ehemaliger Widerstandskämpfer und KZ-Häftling. Er gilt als erstes "politisches Opfer" der Zweiten Republik: Bei einer Schlägerei zwischen demonstrierenden Widerstandskämpfern und nationalen Studenten 1965 in Wien wurde er schwer verletzt und starb in der Folge im Alter von 66 Jahren am 2. April.

(APA)

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