Bettler, Hütchenspieler: Comeback der alten Tricks

Die Hütchenspieler sind wieder da, und mit ihnen weitere Tricks. Im dritten Bezirk etwa mehren sich Beschwerden über Bettler, die vorgeben, aus Aleppo geflohen zu sein.

A beggar counts coins as he asks for alms during the International Day for the Eradication of Poverty in downtown Malaga
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A beggar counts coins as he asks for alms during the International Day for the Eradication of Poverty in downtown Malaga
Betteln ist in Wien erlaubt, nur aggressives Betteln ist untersagt. – (c) REUTERS (Jon Nazca)

Wien. Die Hütchenspieler sind zurück. Just, wenn man meint, auf diesen Trick falle nun wirklich niemand mehr herein – so bekannt ist es, dass es da nichts zu gewinnen gibt –, da sind sie wieder da. Sitzen auf dem Boden vor dem Café Westend an der Ecke Mariahilfer Straße und Gürtel, auch beim nahen Westbahnhof hat man schon gesehen, wie sie ihre kleinen Schachteln über Stanniolkugeln wandern lassen. Zu gewinnen gibt es am Ende nichts, aber immer wieder stecken an diesem frühen Abend junge Männer den Spielern Geld zu – einer bekommt auch etwas ausgezahlt, aber das sind bekanntlich bloß Lockvögel, die zur Bande gehören. Diese Banden waren einige Jahre weitgehend aus der Stadt verschwunden. Seit 2005 ist das Hütchenspiel als „verbotene Veranstaltung“ in Wien untersagt, 2007 wurde mit Haftstrafen nachgeschärft, seither gab es kaum Probleme mit diesem Trickspiel.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2017)

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