U3-Station fast zwei Monate ohne Aufzug

Der Lift in der Station Kardinal-Nagl-Platz ist noch bis 18. November gesperrt - es gibt auch keine Rolltreppe. Die Wiener Linien ersuchen Fahrgäste, eine Station vorher oder nachher auszusteigen.

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Info der Wiener Linien zur Aufzugsperre
Info der Wiener Linien zur Aufzugsperre – Erich Kocina

Mütter, die ihre Kinderwagen Stufe für Stufe nach unten rollen lassen, gehören seit rund zwei Wochen zum Erscheinungsbild der U3-Station Kardinal-Nagl-Platz. Es ist eine jener Stationen, in der es keine Rolltreppen gibt - und nur einen Aufzug. Der wird seit 25. September allerdings saniert. Und nach Angaben der Wiener Linien werden die Arbeiten noch bis zum 18. November dauern. Rund eineinhalb, fast zwei Monate also, in denen die Station das Kriterium Barrierefreiheit jedenfalls nicht erfüllt.

"Der Lift ist 30 Jahre alt und am Ende seiner Lebensdauer angekommen", sagt Michael Unger, Sprecher der Wiener Linien. "Er wird komplett abgebaut und ein neuer Lift wird eingebaut - mit neuer Steuerung und Fahrgastkabine." Und es dauere eben einige Wochen, bis man das alles erledigt habe. Noch dazu, weil es nicht so einfach gehe, einen Aufzug von der Stange zu kaufen und einfach einzubauen, sondern weil die Lifte für jede Station angepasst werden müssen. "Und durch die Arbeiten darf auch der U-Bahn-Betrieb nicht gestört werden", so Unger. Eine Kompletterneuerung bei Rolltreppen dauere auch ein paar Wochen.

Eine Station weiter fahren

Besonders stark sind die Auswirkungen vor allem dann zu spüren, wenn es keine zweite Möglichkeit gibt, mit technischer Unterstützung nach oben oder unten zu kommen. Für all jene, die auf den Aufzug angewiesen sind, haben die Wiener Linien eine Empfehlung angebracht: Man bittet darum, schon eine Station vorher bzw. nachher, also in der Schlachthausgasse auszusteigen und von dort die Linie 77A zum Kardinal-Nagl-Platz zu nehmen. Eine Situation, die man nicht ändern könne, so Unger: "Es hat auch keiner etwas davon, wenn der Lift länger läuft und dafür störungsanfällig wird."

Info: Aufzugsstörungen der Wiener Linien

(eko)

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