Bericht: Asche von US-Fotografen von Riesenrad gestreut

Angeblich war es der letzte Wunsch von Ralph B. White, vom Riesenrad gestreut zu werden - ein Verstoß gegen das Bestattungsgesetz. Der Familie droht nun eine Verwaltungsstrafe in der Höhe von bis zu 20.000 Euro.

Archivbild: Riesenrad
Archivbild: Riesenrad
(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Der letzte Wunsch eines US-Fotografen könnte ein juristisches Nachspiel haben: Der Globetrotter wollte, dass seine Asche an diversen Punkten rund um den Globus verteilt wird - unter anderem vom Wiener Riesenrad aus. Seine Familie leistete dem Wunsch Folge, berichtete die "L. A. Times" und "heute".

Die "L. A. Times" berichtete auf ihrer Website, dass der bereits im Februar 2008 verblichene 66-jährige Ralph B. White testamentarisch verfügt hatte, den Inhalt seiner Urne hoch über dem Wiener Prater zu verstreuen. Die Freunde und Verwandten Whites brachten die Asche unter anderem ins australische Outback, nach Island, zu einem Vulkan in Ruanda und zur Chinesische Mauer, und schließlich zum Riesenrad.

Obwohl die Aktion offenbar bereits 2008 über die Bühne ging, sorgt sie nun für Aufregung. Die Familie habe nämlich gegen Paragraf 43 des Wiener Leichen- und Bestattungsgesetzes verstoßen und müsse daher mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu 20.000 Euro rechnen, sagte Helga Bock, Sprecherin der Wiener Bestattung. Einziges Problem: Niemand wisse, wer die Täter waren, die angeblich am höchsten Punkt des Riesenrads die Urne öffneten. Dem Bericht der "L. A. Times" zufolge soll es die Nachlassverwalterin Rosalyn Lopes gewesen sein.

(APA)

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