Blick von Wien nach Teheran

Die iranische Community in Österreich ist traditionellerweise kein Freund des religiösen Regimes. Die aktuellen Proteste verfolgt sie zwar hoffnungsfroh, bleibt aber vorsichtig.

An der iranischen Community im Ausland zeige sich die Diskrepanz einer von Ideologien geprägten Gesellschaft, sagt die Medizinerin Jaleh Lackner-Gohari.
An der iranischen Community im Ausland zeige sich die Diskrepanz einer von Ideologien geprägten Gesellschaft, sagt die Medizinerin Jaleh Lackner-Gohari.
An der iranischen Community im Ausland zeige sich die Diskrepanz einer von Ideologien geprägten Gesellschaft, sagt die Medizinerin Jaleh Lackner-Gohari. – (c) Stanislav Jenis

Nicht dieselben Fehler machen wie vor knapp 40 Jahren – das was eines der ersten Dinge, die ihr eingefallen sind. Zu dem Zeitpunkt war bereits klar, dass sich die Proteste im Iran von den üblichen Streiks, den einzelnen Demonstrationen unterscheiden. Es war schon eine Bewegung quer durch das Land, eine richtige Hoffnung für die Regimegegner. „Man erinnert sich an die Islamische Revolution. An die Proteste von 2009“, sagt die im Wiener Exil lebende Iranerin, die nicht genannt werden möchte, weil sie um ihre Familie fürchtet. Sie ist sichtlich erbost. „Wir müssen behutsam mit diesen Protesten umgehen, es dürfen nicht dieselben Fehler wie in der Vergangenheit passieren.“ Welche? „Dass Europa schweigt, die Welt. Dass sie das Regime im Iran letztlich doch dulden.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.01.2018)

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