"Haus des Meeres" muss ohne Riesenmanta auskommen

Bei der Neugestaltung des Flakturms im Esterhazy-Park muss das "Haus des Meeres" Abstriche machen. Ein großer Manta am Dach entfällt ebenso wie bunte Comic-Fische an den Außenmauern.

HAUS DES MEERES
HAUS DES MEERES
(c) APA/HAUS DES MEERES (Haus Des Meeres)

Der Flakturm im Esterhazy-Park wird umgestaltet, allerdings nicht so, wie es sich das darin befindliche "Haus des Meeres" ursprünglich gewünscht hat: So entfällt ein Dachaufbau in Form eines Mantarochens ebenso wie bunte Fische an den Außenmauern, sagte der Präsident des Trägervereins, Franz Six.

Seit 1958 hat das "Haus des Meeres" seinen Sitz im Flakturm und plant nach einer positiven Abstimmung der Anrainer im Vorjahr die architektonische Erweiterung des Kriegsrelikts. In dem Dachausbau soll unter anderem ein Restaurant samt 130 Quadratmeter großer Terrasse und ein Aquarium mit einer Million Liter Fassungsvermögen untergebracht werden. Zusätzlich soll ein außen montierter Lift die Gäste nach oben bringen. Man rechne mit 2011 als Baubeginn des rund sechs Millionen Euro teuren Projekts, so Six.

Ein Teil davon ist auch die bunte Fassadengestaltung zweier Seiten des Turms, die nun ohne Comicfische auskommen soll. Eine blaue Plattenverschalung in Form von Luftblasen soll die Gefahr durch abbröckelnde Betonstückchen beseitigen.

Neuer Besitzer des Flakturms?

Neben der Neugestaltung wird derzeit auch ein weiterer Punkt verhandelt: Die künftigen Besitzverhältnisse des Bau, der momentan der Stadt gehört. "Es spricht grundsätzlich nichts dagegen", unterstrich man im Büro des zuständigen Stadtrats Michael Ludwig (SPÖ) die Bereitschaft zum Verkauf an das "Haus des Meeres". Allerdings müssten einige Punkte abgeklärt werden, etwa, dass der Park in jedem Falle offen und die künstlerische Bemalung durch Lawrence Weiner im oberen Bereich erhalten bleibe. Hintergrund der Gespräche dürften vor allem die hohen Erhaltungskosten des Baus sein, für die derzeit der Steuerzahler aufkommt. Die Zeit dränge allerdings nicht, stellt man im Ludwig-Ressort klar. Optimistischer ist man da im "Haus des Meeres". "Im Februar könnten wir noch zu einer Lösung kommen", so Six.

(APA)

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