Alte Donau: Aus dem alten "Neu Brasilien" wird das Bootshaus

Die Querfelds (Cafe Landtmann) eröffnen ihr erstes Lokal am Wasser – nach Vorbild britischer Ruderclubs entsteht an der Alten Donau über den Sommer das "Bootshaus". Seit gestern hat das Lokal in der Pop-up-Variante eröffnet.

Irmgard und Berndt Querfeld (und Hund Otto) auf der Terasse des "Bootshaus" an der Alten Donau.
Irmgard und Berndt Querfeld (und Hund Otto) auf der Terasse des "Bootshaus" an der Alten Donau.
Irmgard und Berndt Querfeld (und Hund Otto) auf der Terasse des "Bootshaus" an der Alten Donau. – Clemens Fabry

Es ist das Ende einer Ära: Nach mehr als 100 Jahren ist dies die erste Saison an der Alten Donau ohne das „Neu Brasilien“. Die gleichnamige Kleingartensiedlung gibt es freilich noch, das Lokal aber hat geschlossen und wird umgebaut.

Seit Freitag hat am selben Ort nun das „Bootshaus“ geöffnet. Die neuen Pächter sind in Wien keine Unbekannten: Irmgard und Berndt Querfeld, für ihre Innenstadt-Cafés (Landtmann, Mozart, Museum etc.) bekannt, wagen sich gastronomisch nun erstmals ans Wasser.

150 Sitzplätze am Wasser

Die Location könnte ohne Zweifel schlechter sein: Mit besten Blick auf Gänsehäufel und das  Vienna International Center in der Ferne gibt es 150 Sitzplätze direkt am Wasser, dazu wird es weitere Sitzmöglichkeiten auf Bänken und in einem Ruderboot geben. Vorerst werden die Gäste nur aus einem blau-weißen Stand versorgt,  dem "Kleinen Bootshaus". Das legendäre „Neu Brasilien“-Haus wird den Sommer über komplett renoviert und soll im Herbst – die Querfelds planen, auch das Neuland, einen Ganzjahresbetrieb – eröffnen.

Die alten Stammgäste werden das alte Schutzhaus aus dunklem Holz dann kaum wiedererkennen: Denn das „Bootshaus“ wird nicht nur komplett saniert, sondern auch innen wie außen weiß gestrichen, mit Chesterfield-Möbel ausgestattet, im Dachgewölbe wird ein Ruderboot über den Gästen schweben: Man wolle hier, so Berndt Querfeld „die österreichische Ruderkultur“ hochhalten, Vorbild seien natürlich die britischen Ruderclubs: Daher wird das Bootshaus innen auch mit Pokalen und alten Ruder-Fotos dekoriert werden. Das neue Lokalkonzept hat durchaus einen persönlichen Hintergrund: Zwei Söhne der Querfelds sind Leistungs-Ruderer mit Olympia-Ambition.

"Alles außer Spare Ribs"

Gastronomisch biete man, wie es Irmgard Querfeld formuliert, „alles außer Spare Ribs“, die gebe es an der Alten Donau ohnehin überall. Jedenfalls wird es – eher ungewöhnlich für die Alte Donau – auch Frühstück geben, wie auch „gesunde, kalorienreiche Speisen (für Ruderer nach dem Training), aber auch Leichteres (Salate). Was sich an dem Standort bewährt und wie sich die Karte etablieren wird, werde sich erst weisen.

In den nächsten Wochen kommt jedenfalls noch ein wenig Sand dazu und vor allem: Ein Badefloß zum Schwimmen samt großer Sonnenschirme. Denn ja: Das spontane Ins-Wasser-Springen der Gäste ist durchaus erwünscht. Auch Wassersportler sollen mit ihren Booten direkt am Lokal anlegen können.

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