"Freundliches Wesen eingefangen": Long Hui ist präpariert

Ein Tiroler Präparator hat den Panda nach seinem Tod in Schönbrunn präpariert. Nun tritt Long Hui seine Heimreise an.

(c) APA/TLM (UNBEKANNT)

Der Panda Long Hui, der Mitte Dezember 2016 im Tiergarten Schönbrunn verstorben ist, kann nach erfolgter Präparation in Innsbruck nun seine Heimreise nach China antreten. Das Tier war bei einer Notuntersuchung verstorben und wurde im Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen präpariert. Am Donnerstag landete er in Wien, von wo er direkt nach China geflogen werden soll.

Der Körper des Pandas war nach seinem Tod tiefgefroren und nach Tirol überführt worden. "Für uns war es eine große Ehre, dass der Tiergarten Schönbrunn die Tiroler Landesmuseen mit der Präparation beauftragt hat. Unser Experte hat ausgezeichnete Arbeit geleistet und den Panda fachkundig präpariert", freute sich Direktor Wolfgang Meighörner.

"Ein großer Traum"

Für Präparator Peter Morass sei "ein großer Traum" in Erfüllung gegangen: "Ich hoffe sehr, dass ich Long Huis freundliches Wesen in seinem Präparat einfangen konnte", betonte er. Morass gerbte die Haut des Pandas und zog sie über einen künstlichen Körper aus Polyurethanschaum. Da es keine eigene Form für Pandas gebe, wurde ein Körper, der normalerweise für Schwarzbären genutzt wird, eigens ummodelliert. In Szene gesetzt wurde er in einer typischen Sitz-Pose, in der er auch oft im Tiergarten Schönbrunn anzutreffen gewesen sei.

Aus den Knochen wurde ein sogenanntes "Knochen-ABC" angefertigt. Hierfür wurden sie von Fleisch und Gewebe befreit und gebleicht, erklärte Morass. Anschließend wurden sie sortiert, aber nicht als Skelett zusammengesetzt. Die Knochen gingen gemeinsam mit dem Präparat nach China.

Unikum in Europa

Long Hui wurde am 26. September 2000 in der Pandastation Wolong in China geboren. Gemeinsam mit seiner Partnerin Yang Yang übersiedelte er am 14. März 2003 als Leihgabe der Volksrepublik in den Tiergarten Schönbrunn. Das Panda-Pärchen ist das einzige, das sich in einem Zoo in Europa auf natürlichem Weg fortpflanzte. Im Dezember 2016 ist er an den Folgen eines Gallengangskarzinoms verstorben.

(APA)

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