Sex-Attacken auf fünf Frauen in Wien: Drei Jahre Haft

Nach Vergewaltigungsversuchen in Wien wurde der Täter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Als Motiv gab er an, er hätte "keine Lust mehr gehabt mit seiner Ehefrau zu schlafen".

Im vergangenen März ist in Wien ein 35-jähriger Mann festgenommen worden, weil er seit 2014 immer wieder in Missbrauchsabsicht über Frauen hergefallen ist. Wegen fünffacher versuchter Vergewaltigung wurde er am Mittwoch zu dreieinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt. Im Wiener Landesgericht hat er am Mittwoch seine Taten damit begründet, dass er keine Lust auf Sex mit seiner Ehefrau mehr habe.

Nach Arbeitsschluss hielt er auf der Straße oder in der U-Bahn hin und wieder nach Frauen Ausschau, die angetrunken oder indisponiert wirkten. Er folgte ihnen und versuchte, sie in ein Gespräch zu verwickeln. In fünf Fällen wurde der Mann darauf gewalttätig. Er drückte die Frauen zu Boden, riss ihnen Stücke der Kleidung vom Leib, legte sich auf sie und versuchte, sie zu vergewaltigen. "Ich habe das Verlangen, mit anderen Frauen zu schlafen", sagte der Angeklagte zu einem Schöffensenat.

"Werde versuchen, mich zurückzuhalten"

Wie die Staatsanwältin ausführte, kam es nur deshalb nicht zum Äußersten, weil sich die Frauen entweder heftig zur Wehr setzten oder um Hilfe riefen. Auf die Frage des Gerichts, wie er nach seiner Enthaftung mit seiner Begierde umgehen werde, erwiderte der Angeklagte: "Ich werde versuchen, mich zurückzuhalten."

Am Ende wurde der bisher Unbescholtene wegen fünffacher versuchter Vergewaltigung zu dreieinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt. Nach Rücksprache mit Verteidiger Rudolf Mayer akzeptierte der 35-Jährige die Strafe. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

(APA)

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