Der erste „Lobbyist“ von Wien

Zwischen Kunst, Chronik und Stadtforschung: Der Fotograf Wolfgang Thaler bildet alle Hotellobbys in Wien ab. Das Mammutprojekt nähert sich langsam der Zielgeraden.

Wolfgang Thaler an seinem Arbeitsplatz. Diesmal ist die Lobby des Imperial Riding School Renaissance Vienna Hotel an der Reihe.
Wolfgang Thaler an seinem Arbeitsplatz. Diesmal ist die Lobby des Imperial Riding School Renaissance Vienna Hotel an der Reihe.
Wolfgang Thaler an seinem Arbeitsplatz. Diesmal ist die Lobby des Imperial Riding School Renaissance Vienna Hotel an der Reihe. – (c) Michael Laczynski

Die Maxime, wonach sich über Geschmäcker nicht streiten lässt, gilt nicht nur für so wichtige Dinge des Lebens wie Musik, Mobiliar, Mode oder die Wahl des Lebenspartners, sondern auch für die trivialeren Aspekte des Alltags – beispielsweise die bevorzugte Unterkunft auf Reisen. Während manche Zeitgenossen die schwülstige Opulenz des Schlosshotels bevorzugen, zieht es andere hin zu den strengen Linien modernistischer Wohnregale aus der Wirtschaftwunderära der Nachkriegszeit. Es gibt Freunde sozialistischer Intourist-Bettenburgen; eingefleischte Anhänger in Würde ergrauter, leicht abgenutzter Etablissements à la Wes Anderson; designaffine Kundschaft, die ohne Philippe Starck-Nachttischlampe schlecht schlafen kann; oder vielgereiste Hotelveteranen, die in erster Linie darauf achten, ob sich die Fenster im Zimmer öffnen lassen und das Personal hinter dem Tresen der Hotelbar einen passablen Negroni mixen kann.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.07.2018)

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