Wasserrohrbruch in Wien-Josefstadt: Gleisarbeiten bis Ende nächster Woche

Das Theater in der Josefstadt musste daher am Dienstagabend geräumt werden. Bis nächste Woche wird der Gleisuntergrund erneuert und die Straßenbahnlinie 2 unterbrochen.

++ HANDOUT ++ WIEN: WASSERROHRBRUCH IN DER JOSEFSTADT
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APA/MA68 LICHTBILDSTELLE (UNBEKANNT)

Der Wasserrohrbruch in der Josefstädter Straße in Wien-Josefstadt am Dienstagabend hat weitreichende Folgen. Das Theater in der Josefstadt musste während der Vorstellung evakuiert werden, nun müssen die Wiener Linien müssen nach dem Abschluss der Kanalarbeiten den kompletten Gleisuntergrund erneuern. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende nächster Woche dauern, informierten die Wiener Linien in einer Aussendung am Mittwoch.

Die Straßenbahnlinie 2 fährt deshalb bis zum Abschluss der Arbeiten nicht in der Josefstädter Straße. Sie ist nur von Friedrich-Engels-Platz bis Ring, Volkstheater (U2, U3) und Josefstädter Straße (U6) bis Dornbach unterwegs. Die Wiener Linien empfehlen, großräumig auf die Linien U3, U6, 46 und 48A auszuweichen.

Theater evakuiert

Am Dienstagabend war in Wien-Josefstadt in der Straße vor dem Haupteingang des Theaters in der Josefstadt die Wasserzuleitung geplatzt. Die Aufführung wurde in der Pause abgebrochen, das Theater geräumt. Die Wiener Wasserwerke arbeiteten am Mittwoch an der Wiederherstellung. Die Vorstellung am Mittwochabend soll stattfinden können, sagte Franz Weyrer, Fachbereichsleiter Wasserverteilung bei der MA 31.

Die Josefstädter Straße war für Autos und die Straßenbahn aber weiterhin ab der Strozzigasse stadteinwärts gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Fahrzeuge wurden in Seitengassen umgeleitet. Für Fußgänger gab es keine Beeinträchtigungen. Die Bim soll frühestens am Freitag wieder fahren können, sagte Weyrer.

Zuvor hatte der ORF über den Wasserrohrbruch berichtet. Die Wasserzuleitung des Theaters war am Dienstag kurz nach 19.00 Uhr geborsten - während auf der Bühne Felix Mitterers "In der Löwengrube" aufgeführt wurde. Laut Angaben der Berufsfeuerwehr wurden die Fahrbahn und die Straßenbahngleise unterspült, Betonplatten der Fahrbahn stürzten in den entstandenen Hohlraum. Durch den massiven Wasseraustritt wurden in der Straße eine Gasleitung und ein Kanal freigelegt. Auch reichten die Unterspülungen so nah in Richtung Haupteingang des Theaters, dass dieser gesperrt werden musste.

"Loch in der Straße sechs Meter tief"

Durch die unterbrochene Wasserversorgung und den beschädigten Kanalanschluss waren die Löschwasserversorgung, die Toiletten und die Duschen des Theaters außer Betrieb. Aufgrunddessen und der Sperre des Haupteingangs wurde entschieden, die Vorstellung in der Pause abzubrechen. Von den Kräften der Berufsfeuerwehr wurden die Josefstädter Straße im Bereich des Rohrbruchs abgesperrt, die Keller der angrenzenden Häuser auf Wassereintritt untersucht - wobei keine Schäden festgestellt wurden. Die Theatergäste wurden über einen Nebeneingang sowie über den Bühneneingang in der Piaristengasse rausgebracht. Sie bekommen laut Angaben des Theaters Ersatztermine für die abgebrochene Vorstellung.

"Das Loch in der Straße ist sechs Meter tief", sagte Weyrer. Neben der Wasserleitung wurde auch der Kanal beschädigt. Die Reparaturarbeiten fanden am Mittwoch "in engster Abstimmung mit dem Theater statt". "Wenn es so läuft, wie wir rechnen, ist der Straßenbau am Freitag wiederhergestellt." An diesem Tag, dem 14. September, findet auch das Josefstädter Straßenfest statt. "Hier wird es kleine Änderungen geben", sagte Weyrer.

(APA)

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