Haftstrafe für Hasspostings gegen muslimisches Neujahrsbaby

Eine 48-Jährige muss wegen Verhetzung ins Gefängnis, weil sie das Wiener Neujahrsbaby und seine Eltern im Internet rassistsch beleidigte.

Naime und Alper Tamgac mit ihrer Tochter Asel mit dem Team der Rudolfstiftung Ivone Saric-Milinic und Diplomkrankenschwester Bettina Glaser
Naime und Alper Tamgac mit ihrer Tochter Asel mit dem Team der Rudolfstiftung Ivone Saric-Milinic und Diplomkrankenschwester Bettina Glaser
Naime und Alper Tamgac mit ihrer Tochter Asel mit dem Team der Rudolfstiftung Ivone Saric-Milinic und Diplomkrankenschwester Bettina Glaser – KAV/Votava

Die Hasspostings auf Facebook gegen das Wiener Neujahrsbaby 2018 wurden einer 48-Jährigen zum Verhängnis. Die Frau wurde am Dienstag wegen Verhetzung in Korneuburg zu einer Haftstrafe von neun Monaten verurteilt, weil sie das Baby und dessen Familie rassistisch beleidigte. 

Das Mädchen Asel war am 1. Jänner 2018 um 0:47 Uhr in der Krankenanstalt Rudolfsstiftung in Wien auf die Welt gekommen. Mit einem Foto auf Facebook wurde die Geburt des Wiener Neujahrsbabys 2018 gefeiert. Es zeigte das Baby mit seiner Mutter, die ein Kopftuch trägt.

In den sozialen Netzwerken folgten negative und rassistische Kommentare - ausgelöst durch das Kopftuch der Mutter. Darunter befanden sich auch strafrechtlich relevante Postings - wie auch jenes Hassposting der angeklagten Niederösterreicherin. 

In der Verhandlung bekannte sich die Frau nicht schuldig. Sie wurde dennoch zu einer teilbedingten Haftstrafe von neun Monaten - drei davon  unbedingt - verurteilt. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

 

(red.)

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