Wohnungsbrände in Wien: Ein Toter, ein Schwerverletzter

In Wien-Währing kam ein Mann vermutlich im Schlaf ums Leben, eine Bodenkonstruktion fing Feuer, er erlitt eine Rauchgasvergiftung. In Wien-Hernals stand eine Wohnung in Vollbrand.

Zwei Brände in Wohnungen führten in Wien in der Nacht auf Samstag zu einem Toten und einem Schwerverletzten. Ein 64-jähriger Mann ist wegen eines Schwelbrands in Wien-Währing vermutlich erstickt. In Währing erlitt ein 79-jähriger Mann eine Rauchgasvergiftung und schwere Verbrennungen.

Der ums Leben gekommene Mann in Wien-Währing ist Samstagfrüh in seiner Wohnung im dritten Stock eines Altbauhauses in der Gentzgasse von Einsatzkräften der Feuerwehr tot aufgefunden worden. Vermutlich war er an einer Rauchgasvergiftung aufgrund eines Schwelbrandes in der Bodenkonstruktion gestorben, teilte Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf am Samstag mit.

Der Mieter der Wohnung unterhalb hatte Alarm geschlagen, da ihm ein schwarzer Fleck an der Decke seiner eigenen Wohnung aufgefallen war. Auch Brandgeruch sei bemerkbar gewesen. Von außen sei am Haus jedoch nichts zu sehen gewesen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr brachen die Tür der Wohnung über dem Brandherd auf und stellten den Schwelbrand in der Holzkonstruktion fest, schilderte Schimpf.

Wann und warum der Brand ausgebrochen sei, sei vorerst unklar. "Ein Schwelbrand kann sich über Stunden entwickeln", erklärte der Sprecher. "In der unteren Wohnung war die Deckenkonstruktion so stark beschädigt, dass sie abgestützt werden musste."

Flammen schlugen aus dem Fenster

Bei dem Brand in einer Erdgeschoßwohnung in einem Haus in der Liebknechtgasse in Wien-Hernals traf die die Feuerwehr kurz vor 1 Uhr ein. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits Flammen aus dem Wohnzimmerfenster im Innenhof, berichtete Pressesprecher Gerald Schimpf.

Nachbarn waren bereits aus dem Haus geflüchtet und teilten den Einsatzkräften mit, dass sich eine Person in der brennenden Wohnung befindet. Ein Atemschutztrupp, der über das Fenster in die brennende Wohnung gelangt war, fand den Pensionisten und brachte ihn ins Freie, wo die Berufsrettung die notfallmedizinische Behandlung übernahm. Aufgrund der geschlossenen Wohnungstüre der Brandwohnung sei das Stiegenhaus nahezu rauchfrei geblieben und die Auswirkungen auf das Gebäude seien gering gewesen, sagte Schimpf. Nach Angaben der Polizei war das Feuer vermutlich durch eine brennende Zigarette ausgelöst worden.

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