Fußi-Freispruch nach ruppigen Nachrichten rechtskräftig

Im Oktober wurde Rudi Fußi vom Vorwurf der Nötigung freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft wollte in Berufung gehen, zog jetzt aber zurück. Das Urteil ist somit rechtskräftig.

Der Freispruch für den PR-Berater und Kabarettisten Rudolf Fußi nach den juristischen Nachwehen der Silberstein-Affäre ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Berufung Ende November zurückgezogen, teilte Fußi am Montag gegenüber der APA mit.

Fußi, der als Redenschreiber für den damaligen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) in den Nationalratswahlkampf 2017 involviert war, hatte einer jungen Frau ruppige WhatsApp-Nachrichten zukommen lassen. Er verdächtigte darin die Empfängerin, interne Dokumente aus dem SPÖ-Wahlkampf der ÖVP zugespielt zu haben.

Im Prozess Anfang Oktober dieses Jahres war der Richter zum Schluss gekommen, dass die inkriminierte Nötigung nicht gegeben war. Fußi habe sich zwar in den Nachrichten "kantiger Formulierungen" bedient, es habe sich aber um keine Einschüchterungsversuche gehandelt. Die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch wurde nun zurückgezogen, dieser ist damit rechtskräftig.

(APA)

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