"Autodieb" klagt über Schlampigkeit des Fahrzeugbesitzers

Ein Wiener fand in einer Hietzinger Tiefgarage sein Auto ausgeräumt, alle Türen offen und den Täter im Kofferraum.

 Sein Auto ausgeräumt, alle Türen offen, der Täter im Kofferraum: Mit dieser ungewöhnlichen Situation sah sich ein Wiener konfrontiert, als er Montag in der Früh zu seinem in einer Hietzinger Tiefgarage abgestellten Fahrzeug kam. Auf dem Boden daneben fanden sich sämtliche Gegenstände aus dem Auto ordentlich geschlichtet.

Der 53-Jährige verständigte die Polizei, ließ den Eindringling aussteigen und brachte ihn zur Ausfahrt, wo man gemeinsam auf das Eintreffen der Uniformierten wartete. Der 20 Jahre alte Tatverdächtige ließ das ruhig mit sich geschehen. Bei der Einvernahme beklagte er die Schlampigkeit des Autobesitzers: Das Fahrzeug sei nicht zusammengeräumt gewesen, deshalb habe er sämtliche Gegenstände aus dem Auto erst schlichten müssen. Abgesehen davon wollte er ursprünglich gar nicht dieses Auto stehlen, sondern das Fahrzeug daneben, das dummerweise aber versperrt war. Ein Auto brauchte er nach eigenen Angaben, weil er nach Rom wollte.

Der 20-Jährige saß kurz im Arrest und ritzte ein paar Furchen in die Wände seiner Zelle. Deshalb wurde er wegen Sachbeschädigung angezeigt. Ob ihm weitere Delikte zur Last gelegt werden, ist fraglich: Gestohlen wurde nichts, wie Polizeisprecher Harald Sörös am Dienstag erklärte, und ob er das "unordentliche" Auto aufgebrochen hat, ist fraglich. Der Besitzer meinte, sein Fahrzeug in der Tiefgarage versperrt zu haben, der 20-Jährige sagte, es sei offen gewesen.

(APA)

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